10.05.20

Brunnenkopf (1.718 m), Kleine (1.882 m) und Große Klammspitze (1.924 m) und Sefelwand (1.724 m)


Der Tag beginnt mit einer unschönen Überraschung: beim ersten Blick aus dem Fenster sehe ich statt eines vorhergesagten klaren Morgens Nieselregen und einen stark verhangenen Himmel (was Corona mit der Genauigkeit der Wettervorhersage zu tun hat, erfahre ich erst später hier). "Naja, wird schon noch", denke ich mir und auch die Kameraden sind nach telefonsicher Beratschlagung zuversichtlich. 

Planmäßig treffen wir uns am P Linderhof während es immer noch regnet. Kombinationen der Worte "aufreissen", "bald" und "da hinten" werden unseren Wortschatz des Tages dominieren und letztendlich werden wir Recht behalten...

03.05.20

Kuhalmtalumrahmung - Mittageck (1.855 m) bis Notkarspitze (1.889 m)


Um nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen für die hoffentlich bald ohne jegliche Restriktionen beginnende Bergsaison in Form zu kommen, suchen Nico und ich uns heute eine relativ risikoarme, konditionsfördernde Tour in den Ammergauer Alpen raus: die Umrahmung des Kuhalmtals von Mittageck bis zur Notkarspitze. Auf dieser landschaftlich sehr schönen und bei normalen Bedingungen technisch einfachen Runde kommen weit über 20 Km mit etwas über 1.900 Hm zusammen - also genau das richtige für einen ersten Fitnesscheck.

Aus gegebenem Anlass zur Vermeidung potentieller Risiken möchte ich explizit auf folgende (Tages- und Witterungsspezifische) Gegebenheiten hinweisen:

In unserem Fall verleiht leichter Schneefall in der vorherigen Nacht der Tour eine leicht alpine Note und die in jedem Fall benötigte Trittsicherheit gewinnt insbesondere im Abschnitt zwischen Aufstieg zum Kieneckspitz bis zum Kienjoch an Bedeutung. Vereiste Abschnitte mahnen hier zur Aufmerksamkeit.

Auch der landschaftlich wunderschöne Steig entlang des Kuhtalbachs hinaus nach Graswang sei hier aufgrund von einigen ausgesetzten (teils Drahtseil-versicherten) Stellen erwähnt. Obwohl technisch unschwierig erfordert der Steig gefestigte Schwindelfreiheit, denn ein Fehltritt in diesen Bereichen endet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im weit unten liegenden Bachbett.