25.10.20

Gechillte Herbstwanderung ins Obere Großkar (~2.150 m)


Heuer hatte ich bereits ein paar schöne Wanderungen auf die Gipfel östlich und westlich der Hochkarspitze in der zentralen nördlichen Karwedelkette unternommen. Der Gipfel der Hochkarspitze blieb mir dabei jedoch verwährt, was heute mit Erik geändert werden sollte ...

Los geht es wie gewohnt am Parkplatz an der B2 kurz vor der Grenze. Bei zapfigen Temperaturen fahren wir uns auf den Stahleseln ins Karwendeltal hoch warm. Nach diversen Foto-, Mütze- und Handschuhe- an/aus-Stopps ...


... erreichen wir den Großen Schaftstallboden, ...
 
  
 
... wo sich unser heutiges Ziel mit dem interessanten Südgrat in der morgendlichen Sonne und ...

... der Herbst wunderschöne Farbspiele präsentiert.



 

Am östlichen Ende des Schafstallbodens bei einer Jagdhütte verstauen wir die Räder im Unterholz ...

... und beginnen die Wanderung auf einem großzügig ausgeschnittenen Steig in Richtung der großen Schuttreiße, die vom Großkar herunterzieht.

Auf dieser geht es in weiten Bögen aufwärts ...

... bis der Steig sich gabelt: Entweder über den Schutt in direktem Weg anstrengend bis zur Schrofenstufe ins Untere Großkar oder dem Steig in einem die Schuttreiße westlich umgehenden Bogen folgen.

Wir entscheiden uns für den Weg durch den Wald linkerhand (Aufstiegssinn), ...



Hochkarspitze

... in dem sich die Steigspuren trotz vereinzelter Steinmänner immer wieder verlieren.

Blick ins Großkar

In einem weiten Bogen geht es schlußendlich unter den westlichen Ausläufern der Schrofenbarriere zum Unteren Großkar wieder zurück Richtung Osten ...

Auf dieser Höhe wird waagrecht zurück nach Osten gequert.

Jeez Louise: Am unteren Südgrat der Hochkarspitze verschoßen Joseph und ich einiges Pulver im Latschenkampf bei der Querung ins Großkar von Osten.

Aus gutem Grund sollte man  ab 01.11. von einer Begehung der Kare im Karwendel absehen, da diese als Ruhe- und Rückzugsräume für das Wild dienen.

Pleisen-, Larchetkar- und Gr. Riedlkarspitze

Der Schrofenaufschwung wird am westlichen Rand auf einer Grasrampe bewältigt. Oberhalb quert man ...


Hochkar Südgrat

... in Geröll Richtung Karmitte ...


... in festeres Geläuf.


Der Weg ab der Schrofenstufe ins Obere Großkar zieht sich etwas - auch ohne bereits beträchtlich Höhenmeter in den Beinen zu haben wie beim letzten Besuch -, dafür entschädigt die großartige Szenerie für die Anstrengung.

Wörner links der Bildmitte

Hochkarspitze

Großkarspitzen

Tiefkarspitze

Im oberen Kar angekommen offenbart mir Erik, dass er sich heute nicht wirklich fit fühlt und aufgrund dieser Tatsache in Kombination mit der Schneelage eher auf den Gipfel verzichten würde. Wir suchen uns ein schönes Pausenplatzerl und genießen unser Vesper bei traumhaften Ausblicken in der warmen Sonne.



Unter dem Anstieg über das Schneefeld hoch zur Hochkarspitze machen wir kehrt ...


Einstieg in die Route zum Wörner von Süden

... und wandern gemächlich ...



... auf dem Aufstiegsweg ...

 
... wieder zurück ins Untere Großkar, ...


... queren zur ...

... Grasrampe und ...




... queren diesmal nicht nach rechts (Abstiegssinn) aus, ...

... sondern fahren geschwind im Geröll die Schuttreiße auf direktem Weg ab.




Von deren Fuß ist es nur noch ein Katzensprung zu den Rädern, auf den wir mit ein paar Fotosstopps zurück zum Auto rollen.



Leider ist die Rückfahrt von Scharnitz nach München abermals eine Katastrophe mit Blockabfertigung am Tunnel Farchant und weit über 3 h Fahrtzeit ...

Gehstrecke: 11,5 km mit 1.020 hm
Gehzeit (ohne Pausen): 5,5 h

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