Nachdem es in den vergangenen Wochen bereits so ausgesehen hatte, als ob der Frühling sich langsam gegen den lang anhaltenden Winter durchsetzen könnte, kehrte dieser die letzten Tage mit Neuschneemengen von bis zu 50 cm selbst in niedrigen Lagen noch einmal zurück. In dieser Übergangszeit sind niedrige Ziele gefragt, die aber trotzdem einen gewissen Anspruch und vor allem etwas Abenteuer und Individualität bieten. Mit Nico bin ich mit einem Experten dieser Art Touren verabredet und freue mich schon darauf, seinen Vorschlag in den Chiemgauer Alpen zu erkunden.
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03.01.17
Hochfelln Ostkamm
Der Hochfelln entsendet nach Osten einen beinahe 7 km langen Kamm, der sanft Richtung Ruhpolding hinabstreicht. Der Kamm bietet in seiner Länge wohl eine der längsten Kammwanderungen in den bayerischen Alpen und außerdem dank der im Kamm befindlichen kleineren felsigen Gipfelchen - Haßlberg und Poschinger Wand - einige kurze Krxlmöglichkeiten. Diese ließ ich heute aufgrund der Verhältnisse - Neuschnee und Eis - aus und genoß stattdessen die winterliche Kammwanderung, die bei derzeitigen Verhältnissen problemlos möglich ist. [Update 14.12.2017: Aufgrund des Kommentars von Klaus, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der beschriebene Steig über die Strohnschneid durch ein Überwinterungsgebiet von Schnee-/ Hasel- und Birkhuhn führt. In den Wander- bzw. Schi- und Schneeschuhtourenkarten vom DAV ist dieses Gebiet als Wald-Wild-Schongebiet ausgewiesen und sollte unbedingt gemieden werden.]
31.12.16
Kindlwand, Heuberg und Wasserwand
Über dem Inntal bei Nußdorf finden sich mehrere in unmittelbarer Nähe zueinander liegende kleine Gipfelchen, die nach Lust und Laune zu verschiedenen Touren kombiniert werden können. Da es heute nicht zu viele Höhenmeter werden sollten, waren wir hier genau richtig. Unsere Runde über Kindlwand, Heuberg und Wasserwand bietet an letzterer sogar kurzen Krxlspaß und zu guter Letzt die Möglichkeit zum gepflegten Einkehrschwung an den Daffnerwaldalmen, die wir in herrlich sonnigem Wetter prompt wahr nahmen.
03.08.16
Sonntagshorn Nordgrat und Reifelberge Überschreitung
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| Sonntagshorn Nordgrat im Profil |
"Das Sonntagshorn ist der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Aus mancher Sicht ist er auch der schönste - von Norden eine ebenmäßige Pyramide, von Süden reichen Wiesen und Latschen bis zum Gipfel hinauf.
Am Sonntagshorn, den Reifelbergen und bis hinüber zum Dürrnbachhorn scheiden sich Nord und Süd eines Berges so drastisch wie selten irgendwo im Bayerischen Land. Auf der Sonnenseite ist alles grün, am Hauptgipfel borstiges Gras von Rindern und von Menschen vertreten, an den anschließenden Reifelbergen latschenverstrüppt. Im Sommer alles heiß, sonnig, voller Wuchs und Licht.
Auf der anderen Seite aber, im Norden, bricht es bös hinab. Da zerfällt der Berg mit Geschröf, abschüssigen Platten und Steilgeröll. Wild und tot und kalt und im Schatten. Die Erosion der Jahrtausende hat tiefe Furchen geschürft. Die drei gewaltigsten heißen die Kraxenbachgräben.
Das Sonntagshorn und seine Trabanten sind Schulbild für Formationen, für Gestalt und Zerfall.
Man muss Geschröf und Latschenverhau besonders lieben, also man muss schon zu den masochistischen Bergsteigern zählen, um in solcher Wüstenei herumzukraxeln.
Man muss so ein Kerl wie der alte Lehrer Gmelch sein. Er suchte sich Wege durch diese Ode der tausend Meter hohen Nordfluchten."
- derchiemgauer.de/Sehenswuerdigkeiten/bergeruhpolding.htm; Abruf 03.08.2016
11.05.15
Überschreitung des Hochstaufenstock
Die äußerst lohnende Überschreitung des Hochstaufenstocks von Fuderheuberg bis Scharnkopf bietet sich schon recht früh im Jahr an, da relativ früh schneefrei. Da es sich durchaus lohnt die gesamte Überschreitung zu unternehmen, die landschaftlich absolut ansprechend ist, bedarf die Tour eines passenden Timings, um den Bus 9526 am Ende der Tour an der Himmelsleiter zu erwischen. Dieser bringt den Wandersmann zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Reichenhall. Alternativ könnte man an der Himmelsleiter morgens auch ein Radl abstellen.
21.08.14
Hochfelln über den langen Ostkamm
Der Hochfelln entsendet nach Osten einen beinahe 7 km langen Kamm, der sanft Richtung Ruhpolding hinabstreicht. Der Kamm bietet in seiner Länge wohl eine der längsten Kammwanderungen in den bayerischen Voralpen. Die landschaftlich absolut lohnenswerte Wanderung in abgeschiedener Umgebung auf einen hochfrequentierten Seilbahngipfel und tolle Blicke in die recht urigen, wenig besuchten schönen Täler auf der Südseite verleihen der Unternehmung einen hohen Wiederholungsfaktor.




