Einmal für gut befunden, immer gut: Die letzte Bergtour des Jahres 2025 ist die wohlbekannte Blaubergüberschreitung bei kalten, frühwinterlichen Bedingungen.
"Kennst Di aus, woaßt, wos i moan? A Berg is nix anders wia a mords Trum Stoan. Aba drob'n auf'm Gipfel, des sog i allemoi, is' vui schena wie drunt'n im Toi!" – Hubert von Goisern
Einmal für gut befunden, immer gut: Die letzte Bergtour des Jahres 2025 ist die wohlbekannte Blaubergüberschreitung bei kalten, frühwinterlichen Bedingungen.
Da aktuell keine Schulferien sind und die Seilbahn in Revision, erhoffe ich mir am letzten Schönwettertag eine stille Runde vom Herzogstand über den Paradegrat zum Heimgarten. Schon bei der Anfahrt über den Kesselbergpass weisen die bis auf den letzten Platz gefüllten Parkplätze meine Hoffnung in das Reich der Phantasie. Nur der deutlich spätere Aufbruch von der Arbeit sorgt dafür, dass ich am Grat meine Ruhe habe – dafür werde ich den gesamten Abstieg ab dem Heimgarten in der Dunkelheit zurücklegen – ein Spiel aus Licht und Schatten, begleitet von Blasmusik, die vom See herüberweht und im stockfinsteren Wald eine seltsam skurrile Szenerie erzeugt. Dank des niedrigen Batteriestands meiner nur beiläufig eingepackten Stirnlampe entsteht fast ein „Reise-nach-Jerusalem“-Gefühl. Zum Glück endet weder die Musik noch der Batteriefüllstand vor meiner Rückkehr zum Ausgangspunkt. So schließt sich die Runde bei spätsommerlich warmer Luft mit dem Gefühl, in den wohl vertrauten Bergen abermals ein einmaliges Abenteuer erlebt haben zu dürfen – eine Unternehmung, die noch lange nachhallt.
Lang ist es her, dass Joseph und ich zum ersten Mal die Nordostwand des Herzogstands begingen - damals noch ohne die Bohrhaken der Route "Zum Herzog". Da heute ab Mittag unbeständiges Wetter angekündigt ist, nutzen wir die Gelegenheit, für eine schöne Halbtagestour ohne lange Anfahrt an den Ort einer unserer ersten gemeinsamen Touren zurückzukehren.
Nachdem das Wetter größere Pläne für den Vatertag vereitelte, verschlechtert sich die Prognose vor dem freien Tag derart, dass nicht nur Mitstreiter abspringen, sondern eine lohnende Unternehmung schwierig auszumachen ist. Andererseits verändert das regnerische Wetter mit seinen Wolkenspielen und Stimmungen die Perspektive auf altbekannte Umgebung und verschafft neue Eindrücke. So wähle ich die wohlbekannte Blaubergüberschreitung als Ziel für den geschenkten Tag unter der Woche.
Heute geht es nach der Arbeit zu einer vertrauten Runde in der ersten Reihe, um die An- und Abfahrt kurz zu halten und die Stunden nach Feierabend bestmöglich zu nutzen. Dank der fortgeschrittenen Tageszeit kommt man - je nach Ausrichtung - auch auf der Nordseite in den Genuß der weit im Westen stehenden Sonne, so dass die Unternehmung uneingeschränkt als Feierabendtour empfohlen werden kann.
Für Sonntag kündigt sich ein stabiles Traumtagerl an, das mit einer adequaten Tour begangen werden möchte. Schnell fällt die einfallslose Wahl auf den Voralpenklassiker der Gratüberschreitung vom Heimgarten zum Herzogstand. Diese Tour wird trotz des Schneefalls seit dem letzten Bergbesuch gut machbar sein und erfreut sich des Klassikerstatus nunmal nicht zu unrecht: Eine kurze Anfahrt von München und traumhafte Ausblicke in die benachbarten Gebirgsgruppen sind trotz des einhergehenden Andrangs Garanten für einen gelungenen Bergtag mit wundervollen landschaftlichen Eindrücken. Bei einem An- und Abstieg von/nach Norden ist man die meiste Zeit sogar recht ungestört unterwegs und kommt in den Genuß von stapfender Spurarbeit, die zu einer Winterwanderung dazugehört.
Eigentlich hatte ich mich auf einen länger geplanten Besuch der Pleisenhütte in größerer Gruppe und eine Besteigung der Pleisenspitze an diesem Wochenende gefreut. Der ergiebige Neuschnee unter der Woche und der damit einhergehende Anstieg der Lawinengefahr lassen mir den Plan wenig sinnvoll erscheinen, weshalb ich den Hüttenbesuch absage und kurzfristig eine Ersatztour in geringerer Höhe plane. Mit Severin ist schnell ein Mitstreiter gefunden, der trotz bescheidener Wetteraussicht, Lust auf eine konditionsfördernde Eingehtour hat. Als Ziel wählen wir den Archtalgrat über Eschenlohe aus, der trotz Neuschnee gut begehbar sein sollte.
Zunächst wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein gesundes und erlebnisreiches Jahr 2023!
Nachdem ich mir im August 2022 im Familienurlaub meinen Meniskus gerissen hatte und im September operiert werden musste (Naht mit Teilresektion), war mein Bergjahr 2022 verfrüht beendet. Umso mehr freue ich mich nach der Zwangspause auf die Rückkehr in die Berge und eine erste (Test-) Tour nach der OP, die nach Monaten des Aufbautrainings einen ersten Aufschluss über den Zustand der Muskulatur und der geschwundenen Kondition liefert. Dafür suche ich mir eine wunderschöne, einsame Tour aus, die ich vor genau einem Jahr schon gegangen war und die aufgrund der frühlingshaften Verhältnisse am Neujahrstag 2023 gut machbar sein sollte: die Überschreitung der Blauberge in den Voralpen bei Wildbad Kreuth.
Nachdem meine letzte Wanderung mit Nutzung der Werdenfelsbahn ein voller Erfolg war, möchte ich heute einen weiteren Vorzug der Anreise mit den Öffentlichen - Start- und Zielpunkt können unterschiedlich sein - auskosten. Schon länger habe ich die Idee einer Wanderung von Eschenlohe nach Kochel im Kopf, die ich heute mit Joseph in die Tat umsetze.
Den Archtalgrat habe ich bereits zwei Mal im Winter begangen, allerdings bin ich aufgrund anstrengender Spurarbeit im tiefen Schnee bisher nicht bis zum Archtalkopf gekommen. Diesen Winter verspricht einerseits die recht geringe Schneehöhe, andererseits die (gefühlt) höhere Anzahl von Winterwanderern, die sich durch überraschende Spuren in Gelände äußert, in dem ich bei mehreren Begehungen über die Jahre noch nie Spuren vorgefunden hatte, eine annehmbare Chance, es bis zum Hochplateau des Estergebirges zu schaffen und über die Hohe Kisten mit verschiedenen Abstiegsoptionen eine schöne Runde zurück nach Eschenlohe absolvieren zu können.
Nach der wunderschönen Wanderung zu Jahresbeginn ist die Lust auf weitere Unternehmungen in den Bergen zurück, insbesondere da es in den letzten Tagen endlich ergiebigere Schneefälle gab, die auch die niedrigeren Gipfel der Voralpen in ein wunderschönes, weißes Gewand hüllen. So trifft es sich sehr passend, dass Joseph sich zur ersten gemeinsamen Tour im neuen Jahr meldet. Sein Vorschlag ist eine Wanderung über den Lapbergkamm zum Bayerischen Schinder. Bei einem Blick in die Karte stellen wir fest, dass man das Wildschutzgebiet in der Südflanke der Lapbergschneid bei einer Begehung des Kamms an dessen Nordrand nicht tangiert, so dass der einsamen und landschaftlich reizvollen Unternehmung nichts im Wege steht.
Zunächst möchte ich allen Lesern meines Blogs ein gutes und gesundes neues Jahr 2022 wünschen - auf viele inspierende Touren und allzeit wohlbehaltene Heimkehr!
Die Überschreitung des Blaubergkamms im Winter steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Jedoch lag meist soviel Schnee, dass das "Post-holing" am Sattel zwischen Schildenstein und Wichtelplatte derart viel Zeit fraß, dass an eine komplette Begehung des Kamms in einer vernünftigen Zeit nicht zu denken war.
Da der Winter 2021/22 den Bergen bisher nicht allzuviel Schnee bescherte, möchte ich heute einen neuen Versuch starten, obwohl momentan die Motivation für Bergunternehmungen - ehrlich gesagt - nicht sehr hoch ist. So bereite ich am Vorabend nichts vor, sondern mache den Aufbruch von der Stimmung am Morgen abhängig.
Dass die wunderschöne Überschreitung, die in der klaren Luft im Winter mit herrlichen Fernblicken nochmal deutlich lohnender ist, heute trotz späten Aufbruchs stressfrei gelingt, liegt vor allem an den (beinah) frühlingshaften Verhältnissen im kalendarischen Winter. So bin ich nach der absolvierten Wanderung sehr froh, aufgebrochen zu sein und einen hervorragenden Tag in den Bergen erlebt haben zu dürfen, der am Ende des noch jungen Jahres mit Sicherheit zu den schönsten selbigens gehören wird.
Um einen Geheimtipp handelt es sich bei der schönen Gratwanderung zwischen Herzogstand und Heimgarten wahrlich nicht. An einem schönen Wochenendtag wie heute steigt die Anzahl der bald nur noch gemurmelten Servus-Begrüßung schnell in den höheren dreistelligen Bereich. Allerdings ist die Tour auch unter diesen Umständen landschaftlich einfach schön und bietet bei Inanspruchnahme der Seilbahnunterstützung eine realistische Chance, dass auch der fußfaule Besuch aus der alten Heimat die Runde schafft.
Heute geht es mit Basti zu einer kurzen Afterwork-Tour in die erste Reihe der bayerischen Voralpen. Der bedeckte Himmel bringt dabei mit einem Wechsel aus Licht und Schatten zusätzlich Stimmung in die entspannte Unternehmung.
Nach den geruhsamen Feiertagen steht mir an diesem angekündigten Traumtagerl der Kopf nach einer aussichtsreichen Wanderung in geringer Höhe, um nicht all zu sehr im mittlerweile reichlich vorhandenen Schnee wühlen zu müssen. Auf gehts also mal wieder nach Schlehdorf um dem Königsgrat zwischen Heimgarten und Herzogstand einen Besuch abzustatten.