Heute geht es kurzentschlossen mit Moritz zum landschaftlich reizvollen Untersberg, um die Alte Südwand am Berchtesgadener Hochthron zu begehen. Die Kombination der Ausrichtung und relativ geringen Höhe machen die Route zu einer guten Wahl bei den derzeitigen Verhältnissen, so unsere Hoffnung.
An der mächtigen Wand angekommen, fällt es zunächst schwer eine Führe in den unteren Schwierigkeitsgraden durch diese zu visualisieren. Genau dies schafften Barth und Niedermayer bereits 1907 mit ihrer klassische Route. Im traditionellen Sinn werden dabei die Schwachstellen der Wand ausgenutzt, um den einfachsten Weg nach oben zu finden. Dass dafür ein paar Quergänge nötig sind, liegt in der Natur der Sache und trübt das Erlebnis für uns nicht. Vielmehr verbringen wir heute einen wunderbaren Tag in dieser Führe, an dem alles bestens läuft.

