14.10.18

Bäralplkopf (2.325 m)


Heute geht es mit Freddy zu einer stressfreien Herbstwanderung ins Karwendel. Wir haben uns den Bäralplkopf über dem Bäralplsattel in der nördlichen Karwendelkette ausgeschaut, von dem man einen tollen Blick auf die Hauptkette im Süden und über die Bayerischen Voralpen bis ins Flachland hat.

06.10.18

Bunter Herbsttag im Jägerkar


Nach meinem Mißgeschick im Jägerkar vor einem knappen Monat möchte ich heute an einem zumindest für Vormittag schön angekündigten Herbsttag meine an der Unglücksstelle verlorene Sonnenbrille und Kette einsammeln bevor sie unter Schnee bis nächstes Jahr begraben liegen ...

09.09.18

Schwarzer Tag an der Jägerkarlspitze



Die Jägerlkarlspitze liegt etwas vergessen zwischen höheren und häufiger besuchten Nachbargipfeln der Praxmarerkarspitzen im Osten und den Jägerkarspitzen im Westen in der Gleiersch-Halltalkette. Nach Süden entsendet sie einen durch eine plattige Schlucht geteilten Grat, der in lohnenswerter Krxlei an den Gipfelaufbau leitet. Hier geht es im (traditionellen) unteren vierten Grad über ein ca. 15 hohes Wandl äußerst ausgesetzt auf den leichten Gipfelgrat hoch. Dieses Wandl entpuppt sich ohne Seil als ein zu riskantes Hindernis, so dass wir kurz unter dem Gipfel umdrehen und die Jägerkarlspitze stattdessen auf dem Normalweg aus dem Jägerkar besteigen. Beim Abstieg unterläuft mir dann an der letzten Stufe im unteren Kar ein folgenschwerer Fehler, durch den ich die Festigkeit des Gerölls im Kar und in der Folge das Klinikum in GAP näher kennenlernen darf.

08.08.18

Breitgrieskarspitze "Blassengrat" via Hinterkar



Die Breitgrieskarspitze entsendet, wie ihre östlichen Anrainer, einen ausgeprägten, langgezogenen Grat nach Süden (Blassengrat), der mit einem breiten Rücken ins Hinterautal abfällt. Diese Grate lassen sich unter moderaten Schwierigkeiten hoch über den Mondlandschaften der drunter liegenden Kare sehr lohnenswert begehen, wobei der weglose Zustieg über die breiten, latschenbewachsenen Rücken meist eine gewisse Leidensbereitschaft voraussetzt. Heute sollte es mir durch eine spontane Planänderung gelingen, die Zustiegsquälerei komplett zu umkrxln und den Blassengrat ohne Latschenkontakt zu begehen.

06.08.18

Westliche Hochgrubachspitze "Südostkante" (11 SL, 3+)


Bei unserer Tour an der Rigelekante fiel mir nebendran mehrfach die klassische Südostkante auf die Westliche Hochgrubachspitze ins Auge - insbesondere kam mir die Kante für den Schwierigkeitsgrad teils recht steil und luftig vor. Da der Fels an der Rigelekante durchweg sehr gut ist und schöne Kletterei bietet, gehe ich für die direkt nebenliegende SO-Kante von ähnlicher Beschaffenheit aus und die Unternehmung ist somit für eine baldige Begehung vorgemerkt. Heute konnte ich mich an einem Traumtagerl von der Richtigkeit meiner Annahmen überzeugen.

05.08.18

Kistenkarumrahmung

Nordgrat der Hohen Kiste hinter dem Gipfelkreuz der Archtalwand
Nach der Erkundung des wunderschönen Archtalgrats zu Beginn des Wanderjahres kehre ich heute an das nördliche Ende des Estergebirges zurück, um das Kistenkar über Minecker-, Nordgrat der Hohen Kiste und Archtalgrat zu umrahmen. Die Unternehmung überzeugt dabei vollkommen mit herrlichen landschaftlichen Eindrücken und friedlicher Einsamkeit (mit Ausnahme rund um die Hohe Kiste), lediglich der Nordgrat der Hohen Kiste entpuppt sich mit einigen Latschenabschnitten als ein wenig anstrengender.

24.07.18

Westliche Marienbergspitze "Weg der weißen Schlange" (ca. 25 SL, 4-)


"Ein ansehnlicher Nebengrat, an dem sich auch im neu begonnen Jahrtausend Felswildnis genießen lässt. Die Route gewinnt ihren Reiz weniger aus einzelnen Kletterstellen als vielmehr aus der landschaftlichen Originalität einer festen weißen Felsschicht, die aus den benachbarten dunkleren Steinschichten herauspräpariert wurde zu einer vorgezeichneten Linie hinauf zum obersten Teil des Westsüdwestgrates. Nur etwas für Romantiker, die wirklich ursprüngliches Gebirge mögen und die Poesie der geologischen Strukturen genießen können."


-- Erstbegeher Richard Goedeke im Kletterführer Bayerische Alpen, Nordtirol (Rother Bergverlag, 2. Auflage 2009)

08.07.18

Scheffauer - Norwandliebe (14 SL, 5-)


Nach dem Reinfall der vergangenen Woche wollte ich heute gerne eine stressfreie Tour in gutem Fels machen. Dazu hatten Sebastian und ich uns die "Nordwandliebe" in der Nordwand des Scheffauer ausgesucht - direkt neben dem bereits letztes Jahr unter die Sohlen genommenen und für gut befundenen "Has-Hofer Trail". Die Route erfüllte die Erwartungen in vollem Maß, lediglich das Wetter spielte entgegen der Vorhersage nicht ganz mit, so dass wir in den letzten zwei Seillängen von starkem Regen eingeholt wurden.

30.06.18

Östliche Hochgrubachspitze - Rigelekante (Abbruch)


Nach dreiwöchiger Bergpause aufgrund von diversen Verpflichtungen ging es heute voller Vorfreude mit Andrea in den Kaiser, um im mir bis dato unbekannten östlichen Teil die Route "Wie a Klassiker" zu klettern. Nach der achten Seillänge gibt es dann die Wahlmöglichkeit zwischen weiteren acht Seillängen in der "Wie a Klassiker" oder der Rigelekante auf die östliche Hochgrubachspitze. Leider war heute allerdings von Anfang an der Wurm drin und es lief nicht wie geplant ...
 

10.06.18

Stimmungsvolle Gratwanderung vom Tuxeck zum Scheffauer

Sonneck, Kleinkaiserl, Treffauer und Tuxeck
Die Gipfel des westlichen Kaiser laßen sich auf wunderschönen Graten mit übersichtlichen Schwierigkeiten absolut lohnenswert erwandern. Die Überschreitung führt mich über den Südostgrat auf das Tuxeck und weiter zum nahen höchsten Punkt der Wanderung, dem Treffauer. Weglos über dessen Nordgrat runter in die Treffauer Lucke, wo sich der direkte Übergang zum Kleinkaiserl beeindruckend aufbaut, und ins obere Schneekar bevor es in der Kleinkaiserl Südwestflanke in tollem, einfachem Kraxlgelände wieder hoch geht zum Beginn des Sonneck Ostgrats. Hier erwartet mich in gespenstischer Stimmung am wolkenverhangenen Grat traumhafte, teils luftige Kraxlei. Ab dem Sonneck überschreitet man in wunderbarem Gehgelände gewürzt mit einzelnen Kraxlstellen Kopfkraxe und Hackenköpfe genußvoll bis zum letzten Gipfel des Tages, dem Scheffauer.