19.09.20

Hoher Göll (2.522 m) Ostwand (III)

 

Am womöglich zunächst einmal letzten Schönwetterwochenende mit ausreichend Tageslicht entscheide ich mich für eine schon länger angepeilte Unternehmung, von der ich mir einen hohen Genußkrxlanteil verspreche: die Ostwand des Hohen Göll. Meine Erwartungen erfüllt die knapp 1.000 m hohe Wand dabei voll und ganz. Auch der einsame Zustieg von Gasteig über den Wilden Freithof ist wunderschön. Lediglich der ungeplante Abstieg über den Hauptgipfel - entgegen meiner Planung, die den Kuchler Kamm vorsieht - und den Schustersteig, inklusive deftigem Verhauer, trüben den Eindruck der ansonsten grandiosen Bergfahrt kurzzeitig.

15.09.20

Laberköpfl "Reindlkante" (4 SL, IV)

Heute geht es nach der Arbeit mit Matthias raus nach Oberammergau, um am Laberköpfl die schöne Reindlkante unter die Sohlen zu nehmen. Diese bieten neben einem kurzen Zu- und Abstieg ein paar Seillängen schöne und ausgesetzte Kletterei in wilder Landschaft und ist somit bestens für ein kurzes Zeitfenster geeignet.

06.08.20

Spritzkar- (2.606 m) und Eiskarlspitze (2.613 m) via Eiskarln

 

Über dem Großen Ahornboden ragt majestätisch das graue Felsgestirn von Spritzkar- und Eiskarspitze abweisend gen Himmel und ist der Blickfang für die Besucher der Eng. Nordseitig zwischen den beiden Gipfeln eingelagert finden sich die Eiskarln - ein schwierig zu erreichendes Hochkar, das die letzten kümmerlichen Gletscherreste des Karwendels beherbergt und mit steilen, mehreren hundert Meter mächtigen Wänden Richtung Eng abbricht. 

In dieser einmaligen, beeindruckenden Umgebung wollen Andrea und ich heute eine der exklusivsten Unternehmung des Karwendels angehen - die Ersteigung von Spritzkar- und Eiskarlspitze über die Eiskarln.

01.08.20

Westliche Praxmarerkarspitze (2.642 m) via Südgrat, Östliche Praxmarerkar (2.638 m)- und Kaskarspitze (2.580 m) (III)


Da ich für dieses Ferienwochenende mit einem hohen Andrang in den Bergen rechne, suche ich eine etwas abgelegenere Tour, bei der ich meine Ruhe habe. Ein solches Ziel bieten die Berge der zentralen Gleiersch-Halltalkette im Karwendel, die aus keiner Richtung einfach und schnell zu erreichen sind. In der Tat geht der Plan voll auf und ich begegne lediglich am Gipfel der Kaskarspitze zwei Kameraden ...

19.07.20

Wagendrischelhorn (2.252 m) via Zellerführe (III-)


Die wunderschöne Hochfläche der Reiteralpe bricht in südlicher Ausrichtung mit schroffen Kanten und Wänden in die darunterliegenden Täler ab. Viele klassische, teils äußerst anspruchsvolle Routen erschließen diesseitige Anstiegsmöglichkeiten. Einen dieser klassischen Anstiege möchte ich mir heute anschauen - die Zellerführe, erstbegangen 1909, durch die beeindruckende Südostwand des Wagendrischelhorns.

12.07.20

Reifhornüberschreitung (IV-)

Gipfel des Westlichen Reifhorns

Die Loferer Steinberge begeistern mich bei jedem Besuch mit tollem Fels, landschaftlich wunderschönen Eindrücken, wenig Andrang und bodenständiger Unaufgeregtheit - zwischen Kaiser und Berchtesgadenern scheinen sie beinah ein Schattendasein zu führen. Deshalb nehme ich mir jedes Jahr vor, ihnen öfter einen Besuch abzustatten als in den vergangenen Jahren. Damit es nicht weiterhin nur beim Vorsatz bleibt, ging es heute trotz durwachsener Wettervorhersage zur ersten gemeinsamen Tour mit Hans in die Stoaberg um das Reifhorn zu überschreiten. Über die Tour steht auf der Seite der Schmidt-Zabierow-Hütte "[h]errliche Gratkletterei in zumeist leichtem Gelände und mit schönen Tiefblicken zur Hütte während der ganzen Unternehmung", was wir nach einem wunderbaren Tag voll und ganz bestätigen können.

09.07.20

Guffert (2.196 m) Westgrat


Alle Jahre wieder ... so auch dieses Jahr - mittlerweile schon zum 5. Mal, der Guffert Westgrat ist ein Muss für mich. Da ich den Zustieg hier schon ausführlich beschreibe, konzentriere ich mich auf die Dokumentation der Krxlstellen am Grat.

30.06.20

Marxenkarspitze (2.636 m) und Birkköpfe (Nördlicher 2.581 m, Mittlerer 2.599 m, Südlicher 2.574 m)


Südlich der Gipfel der Karwendelhauptkette ziehen langgezogene Grate gen Hinterautal, die die weitläufigen und weltentrückten Geröllwüsten der diesseitigen Kare voneinander trennen und teilweise eigenständige Gipfel in ihrem Verlauf aufweisen. Einige dieser landschaftlich wundervollen und abenteuerlichen Grate habe ich mir bereits angeschaut. Heute möchte ich die Birkköpfe - drei an der Zahl -, die im Gratverlauf von der Mittleren Ödkarspitze gegen Süden aufragen und Birk- von Ödkar trennen, erkunden. Nach anfänglicher Bewölkung und Wegfindungsschwierigkeiten klaren Himmel und Laune bald auf und ich verbringe mal wieder einen besonders schönen Tag im Karwendel ...

23.06.20

Gerberkreuz (2.300 m) Südwestgrat (8 SL, IV)


Nachdem uns das Krxln und der verlässliche Fels am Südwestgrat der Viererspitze so gut gefallen hatte, wollen Andrea und ich uns heute eine ähnliche Unternehmung im gleichen Gebiet anschauen: den Südwestgrat des Gerberkreuzes. Der Zustieg und die Klettermeter sind hier etwas länger (und letztere auch anspruchsvoller, wie sich herausstellen wird), dafür gibt es die Möglichkeit die Tour im Abstieg mit der Bergbahn zu verkürzen. So verbringen wir heute abermals einen wunderschönen Tag in der einzigartigen Landschaft des Karwendels hoch über Mittenwald.

03.06.20

Viererspitze (2.054 m) Südwestgrat (4 SL, IV)

Viererspitze mit SW-Grat im Profil über Mittenwald

Der Südwestgrat der Viererspitze im Karwendel hoch über Mittenwald bietet schönes Krxln nicht nur in den 4 Seillängen der eingebohrten Route, sondern schon im Zustieg auf gut 400 Hm in der landschaftlich fantastischen Vorderen Kreuzklamm. Obwohl die Kletterroute über den Südwestgrat recht kurz ausfällt und die Schwierigkeit sehr moderat ist, lohnt sich die Tour in ihrer Gesamtheit trotzdem absolut. Mit dem Abstieg über das Dammkar dreht man eine schöne, stressfreie Runde in toller Landschaft, die Andrea und mir heute sehr gefallen hat.