08.07.18

Scheffauer - Norwandliebe (14 SL, 5-)


Nach dem Reinfall der vergangenen Woche wollte ich heute gerne eine stressfreie Tour in gutem Fels machen. Dazu hatten Sebastian und ich uns die "Nordwandliebe" in der Nordwand des Scheffauer ausgesucht - direkt neben dem bereits letztes Jahr unter die Sohlen genommenen und für gut befundenen "Has-Hofer Trail". Die Route erfüllte die Erwartungen in vollem Maß, lediglich das Wetter spielte entgegen der Vorhersage nicht ganz mit, so dass wir in den letzten zwei Seillängen von starkem Regen eingeholt wurden.

30.06.18

Östliche Hochgrubachspitze - Rigelekante (Abbruch)


Nach dreiwöchiger Bergpause aufgrund von diversen Verpflichtungen ging es heute voller Vorfreude mit Andrea in den Kaiser, um im mir bis dato unbekannten östlichen Teil die Route "Wie a Klassiker" zu klettern. Nach der achten Seillänge gibt es dann die Wahlmöglichkeit zwischen weiteren acht Seillängen in der "Wie a Klassiker" oder der Rigelekante auf die östliche Hochgrubachspitze. Leider war heute allerdings von Anfang an der Wurm drin und es lief nicht wie geplant ...
 

10.06.18

Stimmungsvolle Gratwanderung vom Tuxeck zum Scheffauer

Sonneck, Kleinkaiserl, Treffauer und Tuxeck
Die Gipfel des westlichen Kaiser laßen sich auf wunderschönen Graten mit übersichtlichen Schwierigkeiten absolut lohnenswert erwandern. Die Überschreitung führt mich über den Südostgrat auf das Tuxeck und weiter zum nahen höchsten Punkt der Wanderung, dem Treffauer. Weglos über dessen Nordgrat runter in die Treffauer Lucke, wo sich der direkte Übergang zum Kleinkaiserl beeindruckend aufbaut, und ins obere Schneekar bevor es in der Kleinkaiserl Südwestflanke in tollem, einfachem Kraxlgelände wieder hoch geht zum Beginn des Sonneck Ostgrats. Hier erwartet mich in gespenstischer Stimmung am wolkenverhangenen Grat traumhafte, teils luftige Kraxlei. Ab dem Sonneck überschreitet man in wunderbarem Gehgelände gewürzt mit einzelnen Kraxlstellen Kopfkraxe und Hackenköpfe genußvoll bis zum letzten Gipfel des Tages, dem Scheffauer.

05.06.18

Guffert Westgrat



Nach einem bergfreien langen Wochenende und eher mauer Vorhersage für die kommenden Tage und das folgende Wochenende, nutze ich heute vor der Arbeit spontan ein kleines Zeitfenster für die schöne Runde über den Westgrat auf den Guffert. Bei meinem ersten Versuch in 2015 zahlte ich hier auf der Suche nach dem Einstieg nach einer zu kurzen Nacht mit zuviel Bier Lehrgeld in Form einer verlorenen Sonnenbrille und einer guten Stunde Ganzkörperfitnessquälerei inklusive Peeling in den durch die sengende Sonne aufgeheizten Latschen. Seitdem bin ich die lohnenswerte Runde jedes Jahr gegangen, so dass es mittlerweile bei der Wegfindung keine Probleme mehr gibt. Langweilig wird mir dabei nicht, denn man kann die Krxlroute am Grat immer etwas variieren ...

28.05.18

Kreuzwandspitze "Luftige Kante" (6 SL, 5-)


Hoch über Mittenwald liegt zu Füßen der nördlichsten Karwendelkette das Dammkar zwischen beeindruckenden Felswänden eingebettet. Hier gibt es viele lohnenswerte Krxlmöglichkeiten in größtenteils - nicht dem Stereotyp vom brüchigen Gebirge entsprechendem - festem Karwendelfels. Grund genug also den relativ langen Zustieg über den landschaftlich schönen Ochsenbodensteig auf sich zu nehmen und dem Gebiet um die Dammkarhütte mal einen Besuch abzustatten.

21.05.18

Schneekarumrahmung auf den Südgraten von Hoher Warte und Vorderer Brandjochspitze


Hoch über Innsbruck am Fuß der Karwendel Nordkette liegt in geringer Entfernung vom touristischen Trubel der Seilbahn in wunderschöner, einsamer Landschaft das Schneekar eingebettet zwischen den Südgraten von Hoher Warte und Vorderer Brandjochspitze. Im Norden ziehen steile Rinnen vom Verbindungsgrat zwischen Hoher Warte und Hinterer Brandjochspitze hinunter ins Kar, welches sich auf diesen drei Graten lohnend umrahmen läßt.


07.05.18

Probstenwand Ostgrat und Hennenkopf


Über dem hinteren Längental thront in grauem Kontrast zu den saftig grünen, sanften Weidelandschaften der wunderschönen Hochfläche die Probstenwand mit ihrer imposanten Nordostwand. Schon aus der Ferne fesselt diese den Blick des Betrachters und rückt auch den die Wand auf der linken Seite begrenzenden, steilen Ostgrat mit seinen wild anmutenden Türmen und Zacken in die Aufmerksamkeit des Betrachters. Der Grat wurde 1925 von den Kameraden Allwein und v. Siemens erstbegangen. Aufgrund des teils brüchigen Geläufs in der Schwierigkeit eines klassischen Dreiers und die "nur für Schlanke" (H. Zebhauser (1974) "Kletterführer Bayerische Voralpen", 5. Aufl.) passierbare Querung durch einen Spalt im Grat direkt unter dem Gipfel scheinen mögliche Gründe für die an einer Hand zählbare Anzahl der jährlichen Begehungen und somit bis heute niedrige Bekannt- und Beliebtheit zu sein. Ein Blick ins Wandbuch bestätigt, dass sich hier vor allem ein kleiner Kreis von Einheimischen vergnügt - obwohl der Grat über weite Strecken wirklich schöne Krxlei in überragender Landschaft bietet!

01.05.18

Martinswand "Aprilscherz" (4 SL, 5+) und "Flotter Dreier" (5 SL, 5+)



Heute ging es mit Andrea nochmal ins wetterbegünstigte Inntal zur Martinswand, um ein Paar weitere Vorbaurouten zu klettern. Da das Wetter heute passte und die Skitourensaison langsam am ausklingen ist, war es voller als die letzten Male. Zum Glück waren wir auf keine Route festgelegt, denn es gab nur eine einzige Möglichkeit ohne Wartezeit einsteigen zu können ...  


22.04.18

Einsame Überschreitung des Pendling


Bei der Fahrt zur Martinswand vor einigen Wochen, hatten wir im Stau die Möglichkeit die schroffe Ost- und Südflanke des Pendling ausgiebig zu begutachten. Ob da wohl ein Weg hochführt? Die Sache wäre schnell vergessen gewesen, wenn es nicht vor wenigen Tagen eine Veröffentlichung zu genau einer solchen An- und Abstiegsroute auf den Kufsteiner Hausberg gegeben hätte. Die schönen Bilder und ausführliche Beschreibung hatten mich gespannt auf die Runde gemacht, die ich dank des Berichts in einem spontanen Zeitfenster stressfrei ohne große Vorbereitung nachlaufen konnte.

15.04.18

Unterer Spitzhüttenkopf "Plattenfieber" (3 SL, 6) und "Flugverbot" (3 SL, 7)



Wie schon im letzten Jahr ging es heuer - sobald ein schneefreies Durchkommen mit den Rädern bis zur zweiten Wildfütterung im Hinterautal wahrscheinlich erscheint - mit dem Joseph zum plattenschleichen an die tolle Plattenflucht "Im Verbrennten" am Unteren Spitzhüttenkopf. Obwohl das Wetter entgegen der Vorhersage heute ziemlich durchwachsen war (teils stark windig mit einem leichten Schauer), genoßen wir gegenüber den tief winterlichen Nordwände der Gleirsch-Halltalkette einen schönen Frühlingskrxltag in einmaliger Landschaft. Leider habe ich mein Handy im Auto liegen lassen, so dass es dieses Mal kaum Bilder gibt.