07.08.25

Ellmauer Tor Tour (IV+, 12 SL) und Hintere Goinger Halt (2.192 m) Nordgrat (III+, 10 SL)

Nach zwei Wochen Dauerregen stellt sich endlich das lang ersehnte Hochdruckwetter ein. Zeit, aufgeschobene Pläne in die Tat umzusetzen! Zeit für die erste Mehrseillängentour mit Kindheitsfreund Basti. Ausgesucht habe ich einen leichten, aber attraktiven Klassiker im östlichen Kaiser, den Nordgrat der Hinteren Goinger Halt, den ich noch nicht kenne und zu dem man, vorteilhaft für einen Beginner, über eine einfache, großzügig eingebohrte Tour, die Ellmauer Tor Tour, zum Kennenlernen der Abläufe und Warmwerden durch die Steinerne Rinne zusteigen kann. Die Wahl entpuppt sich als runde Sache und beschert uns einen ausgefüllten Bergtag - genau was wir nach der verregneten Zwangspause brauchen.

25.06.25

Guffert (2.196 m) Westgrat (T5, III)

 
 
Das stabile Wetter an den längsten Tagen des Jahres will genutzt sein. So geht es mit Sebastian zur alljährlichen Begehung des Guffert Westgrats, die uns heute eine stressfreie Unternehmung bei besten Bedingungen in herrlichem Ambiente beschert.

01.06.25

Herzogstand (1.731 m) NO-Wand "Zum Herzog" (IV-, 17 SL)

 

Lang ist es her, dass Joseph und ich zum ersten Mal die Nordostwand des Herzogstands begingen - damals noch ohne die Bohrhaken der Route "Zum Herzog". Da heute ab Mittag unbeständiges Wetter angekündigt ist, nutzen wir die Gelegenheit, für eine schöne Halbtagestour ohne lange Anfahrt an den Ort einer unserer ersten gemeinsamen Touren zurückzukehren.

29.05.25

Regnerische Blaubergüberschreitung (T3)

Nachdem das Wetter größere Pläne für den Vatertag vereitelte, verschlechtert sich die Prognose vor dem freien Tag derart, dass nicht nur Mitstreiter abspringen, sondern eine lohnende Unternehmung schwierig auszumachen ist. Andererseits verändert das regnerische Wetter mit seinen Wolkenspielen und Stimmungen die Perspektive auf altbekannte Umgebung und verschafft neue Eindrücke. So wähle ich die wohlbekannte Blaubergüberschreitung als Ziel für den geschenkten Tag unter der Woche.

Die Blauberge sind Teil des oberbayerischen Mangfallgebirges, genauer der Tegernseer Berge, und befinden sich etwa elf Kilometer südlich des Tegernsees. Der etwa vier Kilometer in West-Ost-Richtung verlaufende Grat der Blauberge bildet die Grenze zwischen Österreich im Süden und Deutschland im Norden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Blauberge)

19.05.25

Feierabendrunde Herzogstand (1.731 m) - Schlehdorfer Kreuz (1.640 m) - Rauteckkopf (1.509 m)


 

Heute geht es nach der Arbeit zu einer vertrauten Runde in der ersten Reihe, um die An- und Abfahrt kurz zu halten und die Stunden nach Feierabend bestmöglich zu nutzen. Dank der fortgeschrittenen Tageszeit kommt man - je nach Ausrichtung - auch auf der Nordseite in den Genuß der weit im Westen stehenden Sonne, so dass die Unternehmung uneingeschränkt als Feierabendtour empfohlen werden kann.

14.05.25

Laberköpfl (1.411 m) Reindlkante (IV)

 
 
Vor dem Eintreffen der nächsten Schlechtwetterfront gilt es den heutigen Werktag neben Broterwerb für Ausgleich zu nutzen. So machen Sebastian und ich uns nach der Arbeit auf den Weg nach Oberammergau, um der in guter Erinnerung verbliebenen Reindlkante auf das Laberköpfl einen Besuch abzustatten. 
Als wir am Parkplatz der Laberbergbahn eintreffen, fällt sofort der Rettungshubschrauber auf, der mit Retter am Tau im oberen Bereich der Kante wiederholte Manöver fliegt. Mit beunruhigender Geräuschkulisse des Hubschraubers wechseln wir aus Arbeits- in Freizeitklamotten, machen uns startklar und hoffen, dass die Fliegerei eine Übung o.ä. zur Ursache hat (Nachtrag 16.05.25: Es handelte sich um eine Übung).

01.05.25

Kreuztörlturm (2.173 m) Akademikerkante (IV+) und Törlwand (2.197 m) Alte Südwand (III+)

 

Laut AV-Führer Kaisergebirge (1990) bietet der Östliche Törlturm - seit Aufstellung eines Kreuzes im Jahr 1927 auch Kreuztörlturm - dank seines festen Gesteins zwar kurze, aber ausgesprochen schöne Klettereien. Die Südostkante, auch Akademikerkante, erstbegangen von E. Egger, G. von Kraus und H. Mollier am 27. Oktober 1928, wird gar als schönste Kletterei rund ums Kleine Törl angepriesen. Da es sich allerdings um eine äußerst kurze Route von nur 3 Seillängen handelt, lohnt es sich nach über 1.000 Hm Zustieg, eine weitere Tour wie die Alte Südwand der Törlwand, die laut Führer ebenso mit schöner, sehr luftiger Kletterei an festem Fels aufwartet, anzuhängen. Aufgrund der Lobpreisung des alten Führers, aus dem die Schwierigkeitsgrade beider Routen übernommen wurden, sind die Erwartungen hoch und die Vorfreude groß. 

12.08.23

Östl. Hochgrubachspitze (2.284 m) via Rigelekante (9 SL, V), Ackerlspitze (2.329 m) und Maukspitze (2.231 m) (T6-)

Die Südkante der Östlichen Hochgrubachspitze wurde 1922 von F. Rigele und O. Zimmeter erstbegangen. Aufgrund ihrer Ausrichtung ist eine Begehung der Kante bereits im Frühjahr und auch spät im Jahr möglich, allerdings sollten die Bedingungen auch in Hinblick auf den langen Zustieg über sehr steiles Gras und brüchige Schrofen passen. Hat man das Ticket des Zustiegs einmal gezogen, erwartet einen auf 250 m Kantenhöhe in neun Seillängen "ausgesprochen schöne Kletterei" (AVF Kaisergebirge 1990), deren spärliche Absicherung ("wenige ZH vorhanden, kaum SH") auch nach der Sanierung der Standplätze (jeweils ein Bohr- und Bühlerhaken) erhalten geblieben ist. 

Hängt man nach der Kletterei an der Kante die sehr luftige Überschreitung am Ostgrat der Östl. Hochgrubachspitze zur Ackerlspitze sowie deren Überschreitung zur Maukspitze an, kommt man in den Genuß einer ausgewachsenen alpinen Unternehmung in der wunderschönen Landschaft des östlichen Kaisergebirges.

08.08.23

Lamsenspitze (2.509 m) Nordostgrat "Lamsenkante" (12 SL, IV+)

Der verregnete, kühle Sommer macht die Tourenwahl nicht einfach. Trotz Schneefall am Vortag bis herab auf 2.000 m möchten wir uns heute in einer Dreierseilschaft an die klassische Nordostkante der Lamsenspitze, erstbestiegen 1912 von A. Deye und K. Friedl, wagen. Die Route führt nach einer schwierigeren Einstiegsstelle (2 m IV+) in gemäßigter Schwierigkeit zunächst links der Kante, später auch direkt an dieser über einen Vorgipfel zu einem aussichtsreichen Gipfel, den wir heute ganz für uns alleine haben. Die Aus- und Tiefblicke während der Krxlei an der Kante sind dabei überragend, während die Felsbeschaffenheit für Karwendelverhältnisse überraschend gut bis sehr gut ist, was uns in Kombination heute einen wunderbar entspannten Tag in einer tollen Unternehmung erleben lässt. 

08.07.23

Überschreitung Fahnenköpfl (2.142 m), Westl. (2.160 m) u. Östl. Mitterspitzen (2.171 m) und Mitterhorn (2.206 m) (T6-, III+)

Wie die Türme  einer Festungsmauer ragen die ausgesetzten Gipfel von Fahnenköpfl, Mitterspitzen und Mitterhorn vom Tal aus betrachtet aus dem grauen Felsmeer der mächtigen Südabstürze des Leoganger Steinbergs empor. Die Überschreitung dieser Gipfel ist eine großartig luftige Bergfahrt mit eindrucksvollen Aus- und Tiefblicken in wunderschöner Landschaft.