23.08.16

Watzmann Mittelspitze über Wiederband


Die Ostwand der Watzmann Mittelspitze weist eine Höhe von ca. 700 m, und somit ca. 1100 m weniger als die berühmte Ostwand der Südspitze, auf, was ihr die Bezeichnung der kleinen Ostwand einbrachte. Durch diese Wand zieht ein schon beim ersten Anblick während des Zustiegs zum Watzmannkar deutlich erkennbares Band, welches den Aufstiegsweg durch die Wand vorgibt. Die Dimensionen des von Wasserrillen zerfurchten Wiederbands werden erst bei dessen Begehung deutlich und unterstreichen dessen einzigartigen Charakter und vor allem die Ausmaße der ostseitigen Wände des Watzmann.

16.08.16

Guffert Westgrat


Der Westgrat des Guffert bietet tolle Kletterei in festem Fels bis zum III. Grad, die sich durch einen latschigen Zustieg aber erst verdient werden muss.

13.08.16

Vorderberg- und Hocheishörnl


Hocheishörnl
Meine heutigen Ziele liegen tief in der Kernzone des Nationalpark Berchtesgaden und sind Teil der Hocheisgruppe. Das Vorderberghörnl wird im Winter öfter als Skitourenziel bestiegen und auch im Sommer häufen sich mittlerweile die Einträge im Gipfelbuch. Das Hocheishörnl wiederum wird wohl meist nur im Rahmen der Hocheisumrahmung bestiegen, dem neueren AVF Berchtesgadener Alpen ist es nur die Bemerkung "kein Anstieg unter dem III. Schwierigkeitsgrad" wert. Es konnte somit von einer einsamen Tour ausgegangen werden, was genau meinem Geschmack entpricht. 

03.08.16

Sonntagshorn Nordgrat und Reifelberge Überschreitung

Sonntagshorn Nordgrat im Profil

"Das Sonntagshorn ist der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Aus mancher Sicht ist er auch der schönste - von Norden eine ebenmäßige Pyramide, von Süden reichen Wiesen und Latschen bis zum Gipfel hinauf.

Am Sonntagshorn, den Reifelbergen und bis hinüber zum Dürrnbachhorn scheiden sich Nord und Süd eines Berges so drastisch wie selten irgendwo im Bayerischen Land. Auf der Sonnenseite ist alles grün, am Hauptgipfel borstiges Gras von Rindern und von Menschen vertreten, an den anschließenden Reifelbergen latschenverstrüppt. Im Sommer alles heiß, sonnig, voller Wuchs und Licht.

Auf der anderen Seite aber, im Norden, bricht es bös hinab. Da zerfällt der Berg mit Geschröf, abschüssigen Platten und Steilgeröll. Wild und tot und kalt und im Schatten. Die Erosion der Jahrtausende hat tiefe Furchen geschürft. Die drei gewaltigsten heißen die Kraxenbachgräben.

Das Sonntagshorn und seine Trabanten sind Schulbild für Formationen, für Gestalt und Zerfall.
 Man muss Geschröf und Latschenverhau besonders lieben, also man muss schon zu den masochistischen Bergsteigern zählen, um in solcher Wüstenei herumzukraxeln.

Man muss so ein Kerl wie der alte Lehrer Gmelch sein. Er suchte sich Wege durch diese Ode der tausend Meter hohen Nordfluchten." 

- derchiemgauer.de/Sehenswuerdigkeiten/bergeruhpolding.htm; Abruf 03.08.2016

20.07.16

Laliderer Falk und Totenfalk

Turmfalk und Laliderer Falk

Der Laliderer Falk ist mit 2.428 m der höchste Gipfel der Falkengruppe. Er wird üblicherweise aus dem Blausteig- oder Falkenkar begangen, wobei beide Routen einen relativ langen Zustieg von den Parkplätzen im Rißtal erfordern und der Gipfel nicht ohne etwas Kraxelei zu haben ist. Aus diesen Gründen ist der Laliderer Falk ein relativ selten besuchter Gipfel. Jedoch lassen sich die beiden genannten Anstiege zu einer Überschreitung kombinieren, die absolut lohnenswert ist.

28.06.16

Rauhkarlspitze über Südwestflanke


Es geht wieder los! Die Neugier treibt uns ins Karwendel, das sich nun endlich doch weitgehend seines Winterkleides entledigt hat. Und so nehmen wir uns heute die einsame Rauhkarlspitze über deren brüchige SW-Flanke vor. 

21.06.16

Montscheinkarumrahmung auf N-NO- und NW-Grat

Montscheinspitze mit NO-Grat vom NW-Grat 

Auf der Nordseite der Montscheinspitze, des höchsten Gipfels des Vorkarwendels, wird ein malerisches Kar von wild anmutenden, aus Schichtplatten aufgetürmten nach N-NO und NW ziehenden Graten eingerahmt. An den jeweilgen Enden der Grate leiten diese in die sanften, grasigen Gipfel von Mantschen und Kotzen über. Diese beiden Gipfel waren Start- und Endpunkt einer landschaftlich reizvollen Umrahmung des Montscheinkars.

29.05.16

Herzogstand Nordostwand

Herzogstand Nordostwand
"Auf zum Herzogstand? Jawohl! Aber warum? Wenn man seine Ruh haben will, ist man hier doch völlig falsch, nicht wahr?! Schließlich ist der Berg vollkommen überlaufen, ja fast schon dauerhaft bevölkert. Was gibt es da noch Reizvolles zu entdecken? Einiges! Die Herzogstandnordwände haben wahrlich etwas zu bieten. Wer Lust hat, kann immer wieder kommen und sich an beliebiger Stelle zwischen "Am Alple"  (siehe AV-Karte) und dem Rauteckkopf eine Route selbst erarbeiten, vorausgesetzt, sie oder er ist der bisweilen starken Exponiertheit und teilweisen Brüchigkeit gewachsen. Man darf sich aber sogar auf längere festfelsige Abschnitte freuen. Und, wer nach so viel Einsamkeit sich nicht doch noch zum Schluss die Zivilisationsdröhnung am Herzogstandhaus geben will, der beschließt die Runde, indem er beim Gipfelchen 1666 m zwischen Herzogstand und Heimgarten auf einem nicht bezeichneten, aber gut erkennbaren Steiglein Richtung Norden absteigt ..." 
- Tourenspezl Joseph

03.10.15

Kaltwasserkarspitze über die Sägezähne


Der traumhafte Herbst lädt am Tag der deutschen Einheit zu einer ausgedehnten Tour ein und so geht es schon früh morgens Richtung Karwendel, das ich bisher in diesem Jahr sträflich vernachlässigt hatte. Mein Ziel ist die Königin des Gebirges, die Kaltwasserkarspitze, die von Süden über einen langen Grat in beeindruckender Landschaft mit tollen Ausblicken erstiegen werden kann. Krxln darf man an den Sägezähnen kurz vor dem Gipfel auch ein bissl (II).

21.07.15

Steintalhörndl über Steintalschneid


Die Steintalschneid ist ein Kamm, der vom Gipfel des Steintalhörnls in nordwestlicher Richtung in zunächst aufgefalteten Schichtplatten, später auch in grasigem Gehgelände gen Klausbachtal zieht. Die Schneid trennt das graue Steintal im Norden vom grünen Sittersbachtal im Süden und bietet einen garantiert einsamen und landschaftlich überragenden Anstieg auf das Steintalhörndl in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgadener Alpen. Hier kraxelt man gedankenversunken in ursprünglicher Landschaft abseits unserer Zivilisation in völliger Ruhe mit tollen Blicken zu Reiteralp, Hochkalter- und Hocheisstock und Watzmann, was diese Ecke zu einem meiner liebsten Ziele macht.