Bei meiner Begehung des Guffert Westgrats war mir im Westen einmal mehr der landschaftlich schöne Unnutzstock ins Auge gefallen und ich merkte diesen für eine Begehung im Herbst vor. Da es in den vergangenen Tagen bis weit runter angezuckert hatte, war jetzt genau der richtige Zeitpunkt für die unschwierige Überschreitung der recht niedrigen Unnütze gekommen.
23.09.17
31.08.17
Hochgall NW-Grat
Der Hochgall ist "höchster Gipfel der Rieserfernergruppe. Mächtiger, trapezförmiger Granitdom, in dem fünf scharfe Grate zusammenlaufen. In seiner Erscheinung von Westen (nicht von Osten!) gehört er zur Handvoll der schönsten Berge in den Ostalpen und ist das Prunkstück der Gruppe. [...]. Wegen seiner vom Alpenhauptkamm nach Süden vorgeschobenen Lage hat der Gipfel, wie alle Rieserfernerspitzen, eine einmalige Aussichtsposition zwischen der bronzenen Schwere der Zentralalpen und dem lichten Filigran der südlichen Kalkgebirge. Das Panorama umfaßt Adamello-, Presanella-, Bernina-, Ortler-, Ötztaler, Stubaier, Zillertaler, Venediger-, Glocknergruppe, die nödlichen Kalkalpen und die Südlichen Kalkalpen bis zum Triglav.
Der Name Hochgall leitet sich vom altgermanischen "galla" ab, das aus der indogermanischen Wurzel "ghel(e)" entspringt, d.h. "glänzend (gelblich, grünlich, bläulich), schimmernd, blank". [...]. Der Hochgall ist der "hohe glänzende Berg", [...]. [...].
Der höchste Punkt der Rieserfernergruppe am Hochgall fällt mit dem Gipfelpunkt der Rieserferner-Tonalitmasse zusammen. Der helle Granit bildet am Hochgall plattige Wandfluchten aus, die durch markante Strebepfeiler und Grate gegliedert sind. Interessant ist, daß der optisch gleich scheinende Aufbau des Grauen Nöckls nicht aus diesem Granit, sondern aus Gneis aufgebaut ist, [...].
-Werner Beikircher "Alpenvereinsführer Rieserfernergruppe" (1983), Bergverlag Rudolf Rother, München
25.08.17
Hocheisumrahmung
"Die Umrahmung des Hocheiskares ist eine der interessantesten, aber auch längsten geschlossenen Kammklettereien der Berchtesgadener Alpen. Landschaftlich großartig in meist einsamer Berglandschaft."
Rother Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen (1990)
22.08.17
Kammerlinghorn
Heute ging es in die dieses Jahr bisher vernachlässigten Berchtesgadener, um die Hocheisumrahmung von Karlkopf bis Vorderberghörndl zu probieren. Leider machte mir das Wetter einen Strich durch die Planung, so dass die schon lange geplante Überschreitung noch etwas warten muss ...
14.08.17
Herzogstand NO-Wand "Zum Herzog" - Teil II
Heute am Brückentag wollte ich wegen einer leichten Erkältung eine eher kurze Tour mit ebensolcher Anfahrt und Zustieg, aber trotzdem gern mit a weng Krxln unternehmen. Obwohl ich mit Andrea erst vor wenigen Wochen die Neutour "Zum Herzog" gegangen war, fiel meine Wahl heute wieder auf die Herzogstand NO-Wand. Diese verbindet in einsamer, wild-romatischer Landschaft alle oben genannten Kriterien und ist für mich somit immer wieder geliebter Anlaufpunkt für eine runde Angelegenheit.
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07.08.17
Ehrwalder Sonnenspitze "Sonnenzeit" (15 SL, 6-/6)
“Obwohl die Ehrwalder Sonnenspitze als imposante Felsgestalt weithin sichtbar über dem Tal thront, war sie zu unrecht aus dem Fokus der Bergszeigerszene gerückt. Inzwischen wurden an der Westwand schöne Routen in gutem bis sehr gutem Fels eingerichtet. Die durchaus als alpin zu bezeichnenden Routen folgen nicht dem allgemeinen Trend zur klettersteigähnlichen Absicherung, sondern stellen durchaus Anforderungen an das alpine Können der Wiederholer. Das heißt aber nicht das bei Stand- und Zwischenhaken vollkommen auf Bohrhakenmaterial verzichtet wurde. Nach der Gipfelrast mit Ersteklasse-Ausblick folgt noch ein aufregender Abstieg über den teilweise drahtseilversicherten „Normalweg“.”
- Panico Kletterführer Wetterstein Süd & Mieminger Kette
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03.08.17
Guffert (2.196 m) Westgrat (T5, III)
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| King Guffi |
Alle Jahre wieder ... ist der Guffert das Ziel meiner Wahl für eine "vor-der-Arbeit-Runde". So auch diese Jahr, allerdings mal nicht alleine, sondern in Begleitung von Maroussia und Alvaro. Schee ist die Runde immer noch und auch sonst hat sich hier nix geändert - den Grat muß man sich immer noch durch einen latschigen Zustieg verdienen, der Fels am Grat, der tolle Fernblick vom isolierten Guffertstock und das Ambiente an der teils exponierten Kante wiegen den zachen Zustieg aber mehr als auf.
31.07.17
Karkopf "Knöpflerband" (27 SL, 4)
Das markante Knöpflerband ist beim Anblick der Karkopf Südwand aus dem Tal bereits deutlich auszumachen und bietet eine recht einfache, historische Durchstiegsmöglichkeit der ca. 600 m mächtigen Wand. Im Jahr 2008 wurde die historische Route von A. Knöpfler und Gefährten um einen direkten Einstieg zum Band und zahlreiche Bohrhaken erweitert. Diese alpine Mehrseillängentour wollten der Flo und ich uns heute zusammen anschauen. Bedenken hatten wir nur wegen der südlichen Ausrichtung und den vorhergesagten hohen Temperaturen. Glücklicherweise war das Wetter dann schlechter (bewölkt und kühler) als vorhergesagt, so dass wir die Tour bis auf ein wenig Restfeuchtigkeit vom nächtlichen Gewitter in den unteren Längen unter besten Bedingungen genießen konnten.
17.07.17
Herzogstand NO-Wand "Zum Herzog" (17 SL, 4)
Nach unserer Tour durch die Nordostwand des Herzogstand und meiner Begehung des Nordgrats im letzten Jahr stand fest, dass ich in dieses schöne Gelände eher früher als später wieder zurückkehren würde - auch weil wir damals nicht den von Helmut Zebhauser im Kletterführer "Bayerische Voralpen" (1980) beschriebenen Anstieg durch die Nordostwand genommen hatten und dieser mich weiterhin sehr interessiert. So kehrte ich heuer in Begleitung von Andrea ein gutes Jahr später zurück an die wild-romantische und vor allem einsame Nordseite des Herzogstand. Allerdings muss der klassische Anstieg weiterhin noch etwas warten, da wir erstmal zu sehr gespannt auf die erst wenige Tage alte Mehrseillängentour "Zum Herzog" (eingerichtet und erstbegangen von Daniel Hirsch und Ralf Böhme im Juli 2017) waren.
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06.07.17
Scheffauer "Has-Hofer-Trail" (17 SL, 5-)
Noch ist es gefühlt nicht allzu lange her, dass die Tourenauswahl durch Schnee eingeschränkt war. Jetzt strahlt die Sonne teils so kräftig, dass die Zeit der nordseitigen Touren schnell gekommen ist. Hier bietet der Scheffauer eine schöne Auswahl: durch die Nordwand gibt es einige traditionsreiche Führen, wie auch schöne neue Routen. Zu Letzteren gehört der "Has-Hofer-Trail" (nach den Erstbegehern Herbert Haselsberger und Mario Hofer), der erst im August 2016 eingerichtet wurde. Der "Trail" führt in 17 Seillängen in meist tollem Fels variationsreich bei guter, aber nicht übertriebener Absicherung in moderater Schwierigkeit auf den westlichen Vorgipfel des Scheffauer.









