03.08.17

Guffert Westgrat

King Guffi
Alle Jahre wieder ... ist der Guffert das Ziel meiner Wahl für eine "vor-der-Arbeit-Runde". So auch diese Jahr, allerdings mal nicht alleine, sondern in Begleitung von Maroussia und Alvaro. Schee ist die Runde immer noch und auch sonst hat sich hier nix geändert - den Grat muß man sich immer noch durch einen latschigen Zustieg verdienen, der Fels am Grat, der tolle Fernblick vom isolierten Guffertstock und das Ambiente an der teils exponierten Kante wiegen den zachen Zustieg aber mehr als auf.

Los gehts morgens am P unten in Steinberg mit Blick auf das Tagesziel ...


... auf markiertem Steig in der Südflanke des Guffert in mäßiger Steigung hoch zum Abzweig des Jagdsteigs (1 h bis hierher), ...


... der unter den Südwänden von Hauptgipfel ...


... und Westgipfel horizontal die gesamte Flanke quert.





Blick rüber zu den Unnützen

Leider ist der Steig in fortlaufender Dauer immer dürftiger ausgeschnitten, ...


 ... macht aber nix, weil bald nach der Überschreitung eines kleinen Jöchls der Blick auf das eigentliche Ziel frei wird.

Guffert Westgrat

Oberer Westgrat
 Ein bisschen hoch im Geröll ...


... und anschließend entlang des Westgrats etwas absteigen runter zum Einstieg ("markiert" mit einem Drahtseil).
  
Einstieg


In der Folge hält man sich am besten immer am Grat und ersteigt die vielen kurzen Aufschwünge direkt.



So geht es sehr kurzweilig in tollem Fels nach oben, ...



... bis zum Aufschwung, über den eine eingebohrte Direktvariante (Stelle VI-) nach oben führt. Hier weicht man kurz über eine plattige Stelle (III-) in die Nordflanke aus, ...


... um dann sofort wieder auf den Grat oberhalb des Aufschwungs aufzusteigen.


Weiter gehts immer direkt am Grat über weitere Aufschwünge ...







... bis man schlußendlich am ebenen Grat rüber zum Westgipfel ankommt.






Vom Westgipfel stiegen wir auf das Grasband in Höhe der Scharte zwischen West- und Hauptgipfel runter ...


... und querten unschwierig rüber zur Scharte.




Aus der Scharte in letzter Kraxelei dann in wenigen Minuten auf den Hauptgipfel.



Rückblick zum Westgipfel
 Runter gings dann auf dem Südabstieg vorbei an einer Herde Schafe ...



... und einigen eingebohrten Routen am Guffertstein ...


... unter Begleitung einiger Schmetterlinge ...


... runter zum Parkplatz, wo wir uns ein Bad im Bächlein genehmigten.

Wenn eine stressfreie Kraxelei in verläßlichem Fels gefragt ist, komme ich immer wieder auf den Guffert Westgrat zurück. Ja, man muß sich im Zustieg ein wenig durch Latschen drücken und der südseitige Abstieg kann sich im Sommer aufheizen. Der Kraxelgenuß am Grat übertrumpft aber diese potentiell zur Nörgelei Anlass bietenden Punkte bei weitem, so dass am Ende ein dickes Plus für die Runde stehen bleibt.

Strecke: 12,4 km mit 1.350 hm
Gehzeit: 5,5 h

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen