Die felsigen Gipfelaufbauten von Ulrichshörndl und Seehorn sind - wie die Loferer und Leoganger Steinberge im Allgemeinen - durch ihre markanten Terrassen geprägt. Auf der Nordseite dieser zwei Gipfel gibt es mit der Route Zeitgeist (3+) auf das Ulrichshörndl und den beiden Nordwestgraten auf das Seehorn sehr schöne Kletterrouten, die mit überragenden Aus- und Tiefblicken zu überzeugen wissen. Allerdings muss man sich den Kletterspaß mit einem Zustieg über 1.000 hm auf einem zwar schön angelegten, aber auch recht steilen Pfad erst einmal verdienen.
28.05.17
21.05.17
Überschreitung von Dürr- und Hochmiesing
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| Dürrmiesing Ostgrat (links) |
Der Miesingstock entsendet nach Osten einen recht anschaulichen, langen Kamm. Der Verlauf ist geprägt vom schroffen, felsigen Aufschwung der Miesingmauer in der Scharte zwischen Steilenberg und Dürrmiesing, über die der Ostgrat des Letzteren zunächst gewonnen werden muß, und dichtem Latschenbewuchs oberhalb der Mauer. Vor drei Wochen fiel mir dieser markante Kamm beim Schneewühlen am Hochmiesing auf. Der üppige Neuschnee und fehlende Infos brachten mich allerdings schnell davon ab eine Begehung zu versuchen. Der Plan für die Erkundung des Dürrmiesing Ostgrat stand aber somit und konnte heute in die Tat umgesetzt werden. Zusätzlich drehte ich dann noch eine kleine Schleife am Hochmiesing, die mich von der Südseite über die Kletterroute “Schmankerlweiße” zum Abstieg durch die Nordrinne führte.
18.05.17
Breitenstein Ostgrat und Fensterl
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| Breitenstein Ostgrat |
"Der Breitenstein bei Fischbachau ist der nordwestlichste Gipfel der Wendelsteingruppe und zugleich Hausberg der Münchner. Der Berg lässt sich auf markierten Steigen unschwierig erreichen und erhält daher nicht nur an schönen Wochenenden häufig Besuch. Neben den bekannten Normalwegen über Kessel- und Bucher Alm, existiert mit dem Ostgrat ein weiterer, eher selten begangener Anstieg, der neben völliger Einsamkeit vor allem wunderschöne Ausblicke bietet. An der Westseite des Berges existiert mit dem sogenannten Breitensteiner Fensterl eine geologische Besonderheit. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Felsentor, das sich durch ausgesetzte Kletterei ersteigen und ideal in eine Rundtour einbauen lässt."
- Tourenspezl Nico
30.04.17
Schneewühlen am Hochmiesing
Eigentlich sollte es heute zum Klettern an die Ruchenköpfe gehen, leider sagte mein Seilpartner allerdings kurzfristig ab. Also fuhr ich etwas unschlüssig ob der Verhältnisse nach Geitau um vielleicht wenigstens in der "Schmankerlweißen" auf der Südseite des Hochmiesing etwas Fels in die Hände zu bekommen. Aufgrund der Schneelage wurde daraus nichts, stattdessen gab es Schneewühlen deluxe, das ich mal unter "Konditionsaufbau" verbuche.
01.04.17
Leonhardstein "Flora Bohra" (9 SL, 6/6+)
Am nur 1452 m hohen Leonhardstein über Kreuth gibt es in der sonnenverwöhnten Südwand einige der schönsten und längsten Mehrseillängentouren der Bayerischen Voralpen, die man an solch einem Gupf auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Unser heutiges Ziel ist die 2012 eingerichtete Route "Flora Bohra", die sich zu Recht großer Beliebheit erfreut und sich in der kurzen Zeit ihrer Existenz bereits zu einem Klassiker der Voralpen entwickelt hat. Auf den 9 bzw. 10 Seillängen findet man neben tollen Platten auch steile Riss- und Verschneidungskletterei bis zum oberen 6. Schwierigkeitsgrad (UIAA). Die Route bekommt ganztägig viel Sonne ab, so dass eine Begehung so ziemlich ganzjährig möglich sein sollte. Der Vorteil eher früh im Jahr vorbei zu schauen, ist, dass die namensgebende Flora noch nicht so weit gediehen ist, dass der Kletterspass dadurch beeinträchtigt würde.
25.03.17
Plattenkrxln am Unteren Spitzhüttenkopf
Auf Wunsch des für diesen Bereich zuständigen Berufsjägers habe ich diesen Post am 27.01.2021 entfernt.
Zur Begründung ein Auszug aus seiner Email:
"
[...] bei dieser Route handelt es sich genau um den Einstandsbereich
des Rotwildes der drunter liegenden Rotwildfütterung. Da diese Route
durch ihre Lage meistens im Frühjahr und Herbst bestiegen wird und dort
schon/noch Futterbetrieb herrscht wird das vorhandene Wild dadurch
vertrieben. Dies wiederum behindert mich bei meiner Arbeit !! [...]"
03.03.17
KG Tieftal in Nasserreith, die Zweite
Dank Föhnlage ging es heute mit Patrick wieder nach Nassereith, um die verbliebenen Routen im Sektor Tieftal unter die Sohlen zu nehmen. Wir kletterten Herbstsonne (5-), Südost Wandl (5+) und Leben im Sonnenschein (5+/6-). Die Routen sind vorbildlich abgesichert, allerdings kam auch heute wieder einiges Gestein die Wand herunter - Helm ist hier definitiv Pflicht!
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23.02.17
Sonniges Klettern am Gamspfeiler in Nassereith
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| Blick aus den sonnigen Platten über Nassereith |
Nachdem die frühlingshaften Temperaturen einen Tausch von Hallenplastik gegen Naturfels nahelegten, nutzen wir das traumhafte Wetter zu einem Ausflug zum Gamspfeiler in Nassereith in den dort gelegenen Klettergarten. Der Sektor Tieftal, den wir heute ganz für uns alleine genoßen, bietet plaisir-mäßig eingebohrte Mehrseillängen zwischen UIAA 3 - 7 mit klarem Schwerpunkt im 4. und 5. Grad. Es handelt sich hauptsächlich um Plattenkletterei in nicht immer festen Fels, der häufiger auch mal von Schrofen unterbrochen ist.
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03.01.17
Hochfelln Ostkamm
Der Hochfelln entsendet nach Osten einen beinahe 7 km langen Kamm, der sanft Richtung Ruhpolding hinabstreicht. Der Kamm bietet in seiner Länge wohl eine der längsten Kammwanderungen in den bayerischen Alpen und außerdem dank der im Kamm befindlichen kleineren felsigen Gipfelchen - Haßlberg und Poschinger Wand - einige kurze Krxlmöglichkeiten. Diese ließ ich heute aufgrund der Verhältnisse - Neuschnee und Eis - aus und genoß stattdessen die winterliche Kammwanderung, die bei derzeitigen Verhältnissen problemlos möglich ist. [Update 14.12.2017: Aufgrund des Kommentars von Klaus, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der beschriebene Steig über die Strohnschneid durch ein Überwinterungsgebiet von Schnee-/ Hasel- und Birkhuhn führt. In den Wander- bzw. Schi- und Schneeschuhtourenkarten vom DAV ist dieses Gebiet als Wald-Wild-Schongebiet ausgewiesen und sollte unbedingt gemieden werden.]
31.12.16
Kindlwand, Heuberg und Wasserwand
Über dem Inntal bei Nußdorf finden sich mehrere in unmittelbarer Nähe zueinander liegende kleine Gipfelchen, die nach Lust und Laune zu verschiedenen Touren kombiniert werden können. Da es heute nicht zu viele Höhenmeter werden sollten, waren wir hier genau richtig. Unsere Runde über Kindlwand, Heuberg und Wasserwand bietet an letzterer sogar kurzen Krxlspaß und zu guter Letzt die Möglichkeit zum gepflegten Einkehrschwung an den Daffnerwaldalmen, die wir in herrlich sonnigem Wetter prompt wahr nahmen.









