Nachdem das Wetter größere Pläne für den Vatertag vereitelte, verschlechtert sich die Prognose vor dem freien Tag derart, dass nicht nur Mitstreiter abspringen, sondern eine lohnende Unternehmung schwierig auszumachen ist. Andererseits verändert das regnerische Wetter mit seinen Wolkenspielen und Stimmungen die Perspektive auf altbekannte Umgebung und verschafft neue Eindrücke. So wähle ich die wohlbekannte Blaubergüberschreitung als Ziel für den geschenkten Tag unter der Woche.
29.05.25
Regnerische Blaubergüberschreitung (T3)
19.05.25
Feierabendrunde Herzogstand (1.731 m) - Schlehdorfer Kreuz (1.640 m) - Rauteckkopf (1.509 m)
Heute geht es nach der Arbeit zu einer vertrauten Runde in der ersten Reihe, um die An- und Abfahrt kurz zu halten und die Stunden nach Feierabend bestmöglich zu nutzen. Dank der fortgeschrittenen Tageszeit kommt man - je nach Ausrichtung - auch auf der Nordseite in den Genuß der weit im Westen stehenden Sonne, so dass die Unternehmung uneingeschränkt als Feierabendtour empfohlen werden kann.
14.05.25
Laberköpfl (1.411 m) Reindlkante (IV)
01.05.25
Kreuztörlturm (2.173 m) Akademikerkante (IV+) und Törlwand (2.197 m) Alte Südwand (III+)
Laut AV-Führer Kaisergebirge (1990) bietet der Östliche Törlturm - seit Aufstellung eines Kreuzes im Jahr 1927 auch Kreuztörlturm - dank seines festen Gesteins zwar kurze, aber ausgesprochen schöne Klettereien. Die Südostkante, auch Akademikerkante, erstbegangen von E. Egger, G. von Kraus und H. Mollier am 27. Oktober 1928, wird gar als schönste Kletterei rund ums Kleine Törl angepriesen. Da es sich allerdings um eine äußerst kurze Route von nur 3 Seillängen handelt, lohnt es sich nach über 1.000 Hm Zustieg, eine weitere Tour wie die Alte Südwand der Törlwand, die laut Führer ebenso mit schöner, sehr luftiger Kletterei an festem Fels aufwartet, anzuhängen. Aufgrund der Lobpreisung des alten Führers, aus dem die Schwierigkeitsgrade beider Routen übernommen wurden, sind die Erwartungen hoch und die Vorfreude groß.