10.06.19

Säuling (2.047 m) Ostgrat und 12 Apostelgrat zum Pilgerschrofen (1.759 m)



Die Kombination von Säuling Ostgrat und 12 Apostelgrat steht schon lange auf meiner Liste, bietet die Wanderung auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol doch tolle Ausblicke auf die Ostallgäuer Seen (inkl. Schloß Neuschwanstein), ins Lechtal, in die Ammergauer und Allgäuer Alpen. Anfang Juni 2019 scheinen die Verhältnisse zu passen und es geht mit Matthias zur Erkundung dieser landschaftlich wunderschönen Unternehmung.

Los geht es am Parkplatz des Säulinghaus mit erstem Blick hoch zum heutigen Gipfelziel ...


... über das Pflacher Älpele ...




... zum Sattel zwischen Jochberg und Säuling (Koflerjochscharte).


Blick zum ersten Aufschwung des Unteren Ostgrats
Hoher Straußberg mit dem schönen Westgrat zentral
Weglos geht es nach Norden auf der Grathöhe zum Ansatz des Unteren Ostgrats.


Nach Osten bricht es teils senkrecht ab.
Im Hintergrund der Jochberg
Der erste Aufschwung des Unteren Ostgrats wird möglichst nah an der östlichen Abbruchkante im Wald erstiegen.

Der erste Aufschwung des Unteren Ostgrats
Danach öffnet sich erstmals der Blick auf den Oberen Ostgrat.



Wir halten uns zu Beginn immer direkt an der Gratkante, was einem schöne Krxlei bis II beschert.


Jedoch muss man dann öfter mal in die Scharten zwischen den kleinen Türmchen abklettern, um den Weg fortsetzen zu können.


Tiefe Scharte zwischen zwei Grattürmchen am Unteren Ostgrat, die ein Abklettern erforderlich macht.
Rückblick über Unteren Ostgrat

Kurz vor dem Erreichen des Oberen Ostgrats und dem Beginn der eigentlichen Kletterei, weichen wir deshalb in die gut begehbare SW-Flanke aus, um ein wenig Zeit zu sparen. Über Schrofen und eine Wiese ...


... geht es hoch ...

In der Scharte bei der Tanne ist der Einstieg in die erste SL
... zum Einstieg in die erste SL. Hier packen wir das Seil aus und beginnen zu sichern. Bei einem Klebehaken geht es ...


... mit tollem Ausblick bei völlig ausreichender Absicherung zum Ende der ersten SL zunehmend luftig, aber stets gutgriffig hoch ...

Links unten Neuschwanstein, rechts Tegelberg.
... auf den ersten Gratkopf am Oberen Ostgrat.


Tegelberg und Straußberg
Blick durchs Lechtal







Weiter geht es in viel Gehgelände, unterbrochen von kurzen Aufschwüngen (bis III) dahin. Nach dem nächsten Gratturm ...

Rückblick zum Gratturm vor dem Gipfelaufschwung (Abstieg links aus dem Bild oder Abseilen)
Gratturm vor Gipfelaufschwung
... wird der Gipfelaufschwung durch einen Kamin (IV) ...


Rückblick durch den Kamin
... und das folgende Schrofengelände erstiegen. Am Gipfel packen wir das Seil und Geraffel weg, da wir es in der Folge nicht mehr brauchen werden.

Säuling Ostgipfel
Säuling Hauptgipfel
 Der Tegelberg wird von Wolken umbrandet.
Rückblick über den Ostgrat
Lechtal
Nach einer Vesperpause am Ostgipfel steigen wir über die Gamswiese ab ...


Rückblick zum Säulinggipfel
... vorbei an den Abzweigungen zum Säulinghaus und zum Fritz-Putz-Haus über sanfte Wiesen in westlicher Richtung zum Abbruch runter zum 12 Apostelgrat.

12 Apostelgrat
Über steile Schrofen und Wiesen ...





... geht es linkshaltend, etwas Gespür erfordernd in die tiefe Scharte ...


... zum Einstieg in den 12 Apostelgrat. Das erste Wandl (III+) ist mit einer Trittschlinge versehen, sollte man diese benötigen.


Rückblick auf den Abstieg zum Einstieg in den 12 Apostelgrat
Nach dem Wandl geht es in steilen Schrofen (bis II) auf den ersten Apostel. Die Wolken sorgen heute dabei für eine besondere Stimmung.



Rückblick zum Säuling
In stetigem Auf und Ab geht es nun den Grat entlang Richtung Pilgerschrofen. Dankenswerterweise sind komfortable Gassen durch die Latschen am Grat ausgeschnitten. Die Wegführung ist somit und dank Steinmandln eindeutig.





In der Mitte des Grats gibt es ein ca. 10-12 m hohes Wandl, das mit guten Griffen und Tritten im III. Schwierigkeitsgrad erklommen wird.


Danach setzt sich das bekannte Auf- und Absteigen (meist bis II, teils ausgesetzt) fort ...








... bis kurz vor dem Pilgerschrofen ein Wandl im 4. Grad erstiegen wird, wobei die Schwierigkeiten nur auf den ersten 3 m aus der Scharte liegen.

Kurz darauf stehen wir bei zusehends schlechterer Sicht ...


... am Gipfel des Pilgerschrofen.

Gipfelkreuz Pilgerschrofen
Der Abstieg vom Pilgerschrofen gestaltet sich oben recht steil mit einer Spreizschrittstelle (II, Schlaghaken) ...


... und über den nochmals ausgesetzten Steinbockquergang ...



... bis man schlußendlich in sanfteres Gelände gelangt.



Da wir bei einsetzendem Nieselregen keine Lust auf die lange Schleife zum Säulinghaus über die völlig verwüstete Sturm- und Winterschadenbrachfläche haben, steigen wir auf direktem Weg durch den Birgwald zu einer Forststraße ab. 


Von hier geht es auf dem gut ausgebauten Weg- und Forststraßensystem schnell und direkt runter zum Ausgangspunkt.


Strecke: 11,5 km mit 1.650 hm
Gehzeit: 9,5 h

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