05.08.18

Kistenkarumrahmung

Nordgrat der Hohen Kiste hinter dem Gipfelkreuz der Archtalwand
Nach der Erkundung des wunderschönen Archtalgrats zu Beginn des Wanderjahres kehre ich heute an das nördliche Ende des Estergebirges zurück, um das Kistenkar über Minecker-, Nordgrat der Hohen Kiste und Archtalgrat zu umrahmen. Die Unternehmung überzeugt dabei vollkommen mit herrlichen landschaftlichen Eindrücken und friedlicher Einsamkeit (mit Ausnahme rund um die Hohe Kiste), lediglich der Nordgrat der Hohen Kiste entpuppt sich mit einigen Latschenabschnitten als ein wenig anstrengender.

Los geht es am Parkplatz bei den Sportanlagen in Eschenlohe über die trockenliegende Urlaine und orografisch rechts stets in der Nähe des bachbetts  auf Forststraßen am Holzlagerplatz vorbei zu einer Schranke.



Kurz nach dieser (~50 m) linkerhand auf deutlicher Pfadspur ...


... an einem eingerißenen Hochsitz vorbei den kurz steilen Ansatz des Mineckergrats hoch ...


... bis dieser nach ca. 50 hm bereits abflacht. Auf dem Rücken finden sich deutliche Pfadspuren entlang eines Zauns ...


... auf den es kurzweilig ...


... schnell weiter hoch geht ...


Blick zum Archtalgrat
... zu einer Forstraße. Jenseits der Forststraße geht es im nun wieder kurz steileren Geläuf weglos weiter ...


... bis sich auf dem zusammenlaufenden Grat wieder Steigspuren finden.


In schönster Landschaft geht es ...


... mit Blicken zu den heutigen Tageszielen ...

Hohe Kiste links, Archtalkopf rechts
... teils über leichte Krxlstellen ...



hoch zur Mineckerwiese, einer Almfläche unter dem Zwölferköpfl.




Am linken, oberen Ende (Aufstiegssinn) trifft man auf den Normalweg des Zwölferköpfls, auf dem es unproblematisch ...

Rückblick zur Mineckerwiese


 ... zum Zwölferköpfl geht.


Am Gipfel mache ich Brotzeit und genieße die Aussicht.

Unterer Archtalgrat vor Ammergauern
Eschenlohe vor den oberbayerischen Seen
Osterfeuerkopf, Hirschberg und Heimgarten
Walchensee
Ausblick auf den weiteren Weg zur Hohen Kiste
Auf dem markierten Weg geht es am Verbindungsgrat zwischen Zwölferköpfl und Hoher Kiste weiter bis in die tiefste Scharte am Grat, wo der Weg in die Ostflanke hinunterführt.

Aufschwung jenseits der tiefsten Scharte am Verbindungsgrat Zwölferköpfl - Hohe Kiste
Ich nehme den Aufschwung in einem äußerst brüchigen Kamin (2 x 4 m III), der umsichtiges Krxln erfordert. Aufgrund der Brüchigkeit stemmt, drückt und schiebt man hier besser ausschließlich.



 Nach dem Kamin in steilen Schrofen zunächst links der Kante, ...


... dann über diese hinweg ...


... zu einer latschenfreien Wiesenfläche auf der rechten Seite ...


Schlucht ins Kistenkar
 ... und einfach über diese zum höchsten Punkt des Aufschwungs hoch.


Im folgenden Abschnitt geht es immer wieder ohne jegliche Pfadspuren durch Latschenabschnitte ...



... über Köpferl ...


möglichst direkt an der Gratkante ...


... oder in der ausgesetzten Ostflanke die Latschen umkrxlnd...

Ausgesetzte Querung in die latschenfrei Ostflanke

Rückblick zum Zwölferköpfl
... durch ein letztes Latschenfeld ...



... an den Gipfelaufbau der Hohen Kiste. Diesen ersteige ich in direkter Linie orthogonal zum Gipfelkreuz (II).



Rückblick Zwölferköpfl
Blick nach Osten
Süden
Die Höchsten im Estergebirge
Am gut gefüllten Gipfel halte ich mich nicht lange auf, sondern mache mich gleich auf den Weiterweg ...

Rückblick zur Hohen Kiste

... auf bestens markierten Pfaden zum ...
 

... Archtalkopf.


Hier mache ich nochmal Brotzeit bevor es an den Abstieg über den Archtalgrat geht.


Auf gut ausgeschnittenem und teils markierten Pfad geht es sehr schön ...



Abstiegsmöglichkeit ins Kistenkar
Blick rüber zu Zwölferköpfl und Hoher Kiste


Verbindungsgrat Hohe Kiste - Archtalkopf

... in uriger Landschaft ...



 ... zur Archtalwand.


Der brüchige Aufschwung am Nordgrat der Hohen Kiste in der Bildmitte
Über Zunderneck und -kopf geht es auf dem bereits bekannten Weg ...





... kurzweilig runter zum P, wo sich die schöne Runde schließt.

Der Aufstieg zum Zwölferköpfl über den Mineckergrat erfreut sich aufgrund der landschaftlichen Schönheit zurecht gewisser Beliebheit, was im Gipfelbuch Dokumentation findet. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf weiten Teilen des Anstiegs deutliche Steigspuren antrifft. Die Wegfindung gestaltet sich entsprechend relativ einfach. Dennoch ist man hier im weglosen Gelände mit kurzen Krxlstellen unterwegs.

Der Übergang über den Nordgrat zur Hohen Kiste ist ein anderes Kaliber und Liebhabern brüchiger Krxlei, Schrofen- und Latschensteigerei vorbehalten und weniger lohnend.

Der Abstieg über den Archtalgrat vollzieht sich wieder sehr lohnenswert auf einem ausgeschnittenen und markierten Steig durch wunderschöne Landschaft in herrlicher Einsamkeit bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Links geht es hoch, rechts runter.

Gehstrecke: 12 Km mit 1.460 Hm
Gehzeit(ohne Pausen): 5,25 h



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