15.09.19

Hüttenspitze (1.858 m), Kl. Wechselspitze (2.100 m), Hohe Fürleg (2.571 m), Walderkampspitze (2.565 m) und Tratenspitzl (2.510 m)


Nach unserem Ausflug zur Hütten- und Kleinen Wechselspitze im Juni möchte ich heute die weitere Runde über das Fallbachkar auf die Hohe Fürleg und die folgende Gratwanderung über Walderkampspitze und Tratenspitzl bis zum Hundskopf komplettieren. 

Aufbruch am Parkplatz bei der Waldkapelle um 8.15 Uhr. Der Beschilderung folgend geht es auf schönem Steig hoch zur privaten Halltaler Hütte. Ab hier weiter auf dem Weg zur Alpensöhnehütte mit ersten Blicken ins Hall- ...


... und Inntal ...


... nicht ganz bis zu dieser hinauf, sondern kurz zuvor auf einer Lichtung mit einer Bank und Buchkassette in den lichten Wald auf markiertem Steig abbiegen. Auf einer Schulter gelangt man auf dem Pfad mit einem weiteren Blick ins Halltal ...


... bald zur Merkelrinne.


Darüber geht es in einem ausgedehnten Schuttfeld ...



... mit ersten Blicken auf die heutigen Tagesziele ...

Gr. Bettelwurf (links), Fallbachkarspitze und Kl. Wechselspitze
GK Hüttenspitze (rechts), Hohe Fürleg hinter Kl. Wechselspitze und Fallbachkarspitze (ganz links)
... zum Schluss durch Latschen ...


 ... auf die Hüttenspitze.


Zunächst in östlicher RIchtung geht es in der Nordflanke ca. 100 hm runter ...


... in die Wechselscharte ...



... zum drahtseilversicherten Einstieg in die Nägelwand.


Rückblick zur Hüttenspitze
Oberhalb der Wand geht es durch bereits gut aufgeheizte Latschen steil aufwärts ...


Rückblick Hüttenspitze

... zum Abzweig ins Fallbachkar.


Hier sieht man bereits deutlich den weiteren Weg durch die Rinne hoch zur Wechselscharte ein.



In der Rinne findet sich großblockiges, leichtes Krxlgelände (bis II).



Aus der Wechselscharte sind es nur einige Sekunden zum Gipfelkreuz der Kl. Wechselspitze (eigentlich nur eine unselbstständige Erhebung im langen Südgrat des Bettelwurfs).

Blick von der Kl. Wechselspitze ins Fallbachkar und zur Hohen Fürleg
Ostflanke und Südgrat der Fallbachkarspitze
Nach nur kurzer Pause am Gipfel wandere ich jenseits der Wechselscharte entlang der Felsen der Ostflanke der Fallbachkarspitze auf einem deutlich ausgetretenen Pfad über den Abbrüchen des unteren Fallbachkars ...



... in jenes hinein.


Der Auf- zum Einstieg in die Westflanke der Hohen Fürleg ist deutlich im Geröll auszumachen.


Das Geröll hat teils eine ungemütliche Beschaffen- und Steilheit, so dass dies in meinen leichten Trailschuhen und ohne Stöcke der ungemütlichste und anstrengendste Teil der Wanderung ist. Teils krauche ich auf allen Vieren.


Ein mir nachfolgender Wanderer hat passendere Ausrüstung am Start und schließt somit auf. Am Einstieg in den schuttbeladenen Fels, warte ich auf ihn, damit wir uns bei geringem Abstand nicht gegenseitig Steine auf den Kopf werfen. Daraus ergibt sich, dass ich den Rest der Tour mit Lukas aus Mils gehen werde.

Einstieg Westflanke Hohe Fürleg
In der Westflanke findet sich teils recht kompakter und fester Fels, allerdings liegt darauf überall sehr viel Schutt. Insbesondere bei möglichen Nachfolgern ist große Vorsicht geboten. Die Route führt sehr gut mit roten Punkten markiert in schönem Krxlgelände (I - II) durch Rinnen durch die schattige Flanke.



Bettelwurf und Fallbachkartüme
Bettelwurf Südgrat
Kurz unter dem Gipfel folgt etwas Geröll, dann erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung.

GK Hohe Fürleg
Fallbachkarspitze und Kl. Wechselspitze unten links über dem Inntal
Blick nach Süden
Walderkampspitze
GK Hohe Fürleg
Fallbachkartürme vor den Bergen südlich des Roßlochs
Karwendelhauptkette mit Spritzkar-, Eiskarlspitze und Hochglück

Nach kurzer Rast geht es unschwierig weiter zur wenige Minuten entfernten Walderkampspitze und weiter am Grat Richtung Tratenspitzl.


Rückblick Walderkampspitze

Walderkampspitze, Hohe Fürleg und Gr. Bettelwurf

Der weitere Weg vom Tratenspitzl besteht ...


... nach einem kurzen Abstieg in der Nordflanke über eine 2 m Plattenstelle (I+) ...


... hauptsächlich aus sehr schönem Gehgelände.


So nähern wir uns schnell dem Hundskopf.



EIne kleine Stufe mit Seilversicherung muss noch abgestiegen werden ...



... bevor wir vor dem Hundskopf stehen, auf dessen Gipfel sehr viel los ist. Da wir keine Lust auf Gegenverkehr im Klettersteig und das Volksfest am Gipfel haben umgehen wir diesen auf dem teils seilversicherten Steig auf der Nordseite ...


... und steigen zügig zu den wartenden Kaltgetränken an der Hinterhornalm ab.

Nach ausgiebiger Pause müssen wir dann irgendwann leider weiter und wandern auf der Straße der Alm unterhalb des begangenen Grats ...


... bis zur ersten Kehre jener, wo ein Steig zu unseren jeweiligen Ausgangspunkten abzweigt.


Dieser führt wild-romantisch, teils abgerutscht von den Schneemassen der vergangenen Winters ...


Gut 7 m starke Schneereste auf einer Südseite auf 1.400 m im September!
... durch die Südflanken der bestiegenen Berge oberhalb. Bei einer Verzweigung an der alten Halltaler Hütte verabschiede ich mich von Lukas, der zu seinem Radl an der Halltaler Hütte muss und steige in wunderschönem Gelände auf einem urigen Steig ...


... zum Ausgangspunkt der Unternehmung ab.


Strecke: 17,9 km mit 2.060 hm
Zeit (mit Pausen, außer Hinterhornalm): 6,45 h

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