25.05.19

Haller Zunterkopf (1.966 m) via Buchtaler Hütte, Thaurer Zunterkopf (1.916 m) und Hochmahdkopf (1.738 m)


Da die Schneesituation Ende Mai 2019 weiterhin keine Wanderungen in höhere Lagen begünstigt, ist heute abermals eine südseitige Unternehmung gefragt. Um nicht immer an den gleichen Gupfen in unseren Voralpen unterwegs zu sein, zog es mich heute nach Absam im sonnenverwöhnten Inntal. Der Anstieg über die Buchtaler Hütte, zu dem ich kürzlich einen schönen Bericht las, ist sehr einsam, was wohl hauptsächlich der Steilheit und einem benötigten Mindestmaß an Orientierungsvermögen bei der Auffindung des nicht in Karten verzeichneten alten Steigs geschuldet ist. Tatsächlich entpuppt sich der Anstieg - ca. 3 km mit > 1.200 hm - zum Haller Zunterkopf als Konditionseinheit par excellence, die Gratwanderung zum Thaurer Zunterkopf und retour über den Haller Zunterkopf zum Hochmahdkopf ist dann gerne angenommenes Genußprogramm in laufbarem Terrain.


Los geht es am Parkplatz der Sportanlagen in Absam ...

Lippenkopf links, die Schlucht Gerschaffl daneben, Haller Zunterkopf rechts der Bildmitte, Hochmahdkopf links
... hoch zur Grube der Weissen Reisse.


Auf deren linker Seite beginnt bei einem Steinmann der Steig ...


... zur privaten Buchtaler Hütte.


Der liebevoll angelegte Steig schlängelt sich in schöner Landschaft, stets mit der Sonne im Rücken, ...

Südflanke des Hochmahdkopf
Blick nach Innsbruck
Lippenkopf
... in schöner Steigung ...


... zur Buchtaler Hütte hoch.

Erster Blick zur Buchtaler Hütte


Ab der Hütte geht es weglos auf einem steilen Kammrücken ...


... in das rechte, obere Eck (Aufstiegssinn) der Wiesenfläche, wo bei einem Laubbaum mit abgespaltenen Ästen der alte Steig durch die Latschen beginnt. 

Links neben dem Laubbaum beginnt der Steig.
Der Steig ist lediglich durch Schnittspuren an den Latschen markiert, durch welche er mal besser, mal weniger gut ausgeschnitten ...


... zu einem felsigen Aufschwung führt.


Der Aufschwung wird im Aufstiegssinn links umgangen.



Rückblick über den Anstiegsweg von den Sportplätzen links unten am Waldrand
Nach der Umgehung des Aufschwungs geht es zurück auf den sich stärker ausprägenden Kamm zur Rechten.


Hochmahdkopf Südflanke
Weiterhin durchgängig steil geht es durch die Latschen nach oben.




Kurz unter dem Gipfelplateau werden einige harmlose Restschneefelder gequert.


Das Plateau ist daraufhin bald erreicht und belohnt mit wunderbaren Ausblicken auf die Nordkette und ...

Bettelwürfe

Lafatscher Joch
Lafatscher, Bachofenspitzen, Roßkopf und Stempeljochspitzen
Gipfelkreuz Haller Zunterkopf
... über das Inntal.


Tuxer Alpen in den Wolken
Nach einer kurzen Stärkung geht es über den kurzen Verbindungsgrat rüber zum Thaurer Zunterkopf.

Thaurer Zunterkopf im Vordergrund

Tiefblick zu den Herrenhäusern im Halltal
Halltal
Halltal
Rückblick zum Haller Zunterkopf
Blick vom Thaurer zum Haller Zunterkopf
Gipfelkreuz Thaurer Zunterkopf


Nach kurzer Fotopause am Gipfel des Thaurer Zunterkopf geht es auf gleichem Weg über die kurze versicherte Stelle ...


... zurück zum Haller Zunterkopf und weiter in östlicher Richtung ...

Hochmahdkopf unten
... über eine weitere versicherte Stelle ...



... am schönen Grat entlang ...



... zum Hochmahdkopf.

Rückblick vom Hochmahdkopf zum Haller Zunterkopf
Gipfelkreuz Hochmahdkopf
Über den bezeichenten Normalweg in der Südflanke geht es durch die Brachlandschaft des verheerenden Brandes von 2014 ...





Rückblick Hochmahdkopf
... mit letzten Blicken zur Nordkette ...



... runter zum Ausgangspunkt bei den Sportplätzen.

Insbesondere der unmarkierte Steig nach der Buchtaler Hütte zum Haller Zunterkopf hat mir sehr gut gefallen. Nur einen gefühlten Steinwurf über dem belebten Inntal kann man hier in schöner Abgeschiedenheit rustikal aufsteigen. Der gesamte Anstieg auf dieser Route überwindet auf ca. 3 km über 1.200 hm und gestaltet sich auf der gesamten Länge entsprechend steil. 

Den Rest der Tour muss man nicht unbedingt gesehen haben, eventuell ist der Abstieg über die Guggermauer und den Lippenkopf landschaftlich attraktiver, wenn auch um Einiges kürzer.

Strecke: 10,3 km mit 1.467 hm
Zeit (mit Pausen): 5 h

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