8.8.18

Breitgrieskarspitze "Blassengrat" via Hinterkar



Die Breitgrieskarspitze entsendet, wie ihre östlichen Anrainer, einen ausgeprägten, langgezogenen Grat nach Süden (Blassengrat), der mit einem breiten Rücken ins Hinterautal abfällt. Diese Grate lassen sich unter moderaten Schwierigkeiten hoch über den Mondlandschaften der drunter liegenden Kare sehr lohnenswert begehen, wobei der weglose Zustieg über die breiten, latschenbewachsenen Rücken meist eine gewisse Leidensbereitschaft voraussetzt. Heute sollte es mir durch eine spontane Planänderung gelingen, die Zustiegsquälerei komplett zu umkrxln und den Blassengrat ohne Latschenkontakt zu begehen.

6.8.18

Westliche Hochgrubachspitze "Südostkante" (11 SL, 3+)


Bei unserer Tour an der Rigelekante fiel mir nebendran mehrfach die klassische Südostkante auf die Westliche Hochgrubachspitze ins Auge - insbesondere kam mir die Kante für den Schwierigkeitsgrad teils recht steil und luftig vor. Da der Fels an der Rigelekante durchweg sehr gut ist und schöne Kletterei bietet, gehe ich für die direkt nebenliegende SO-Kante von ähnlicher Beschaffenheit aus und die Unternehmung ist somit für eine baldige Begehung vorgemerkt. Heute konnte ich mich an einem Traumtagerl von der Richtigkeit meiner Annahmen überzeugen.

5.8.18

Kistenkarumrahmung

Nordgrat der Hohen Kiste hinter dem Gipfelkreuz der Archtalwand
Nach der Erkundung des wunderschönen Archtalgrats zu Beginn des Wanderjahres kehre ich heute an das nördliche Ende des Estergebirges zurück, um das Kistenkar über Minecker-, Nordgrat der Hohen Kiste und Archtalgrat zu umrahmen. Die Unternehmung überzeugt dabei vollkommen mit herrlichen landschaftlichen Eindrücken und friedlicher Einsamkeit (mit Ausnahme rund um die Hohe Kiste), lediglich der Nordgrat der Hohen Kiste entpuppt sich mit einigen Latschenabschnitten als ein wenig anstrengender.

24.7.18

Westliche Marienbergspitze "Weg der weißen Schlange" (ca. 25 SL, 4-)


"Ein ansehnlicher Nebengrat, an dem sich auch im neu begonnen Jahrtausend Felswildnis genießen lässt. Die Route gewinnt ihren Reiz weniger aus einzelnen Kletterstellen als vielmehr aus der landschaftlichen Originalität einer festen weißen Felsschicht, die aus den benachbarten dunkleren Steinschichten herauspräpariert wurde zu einer vorgezeichneten Linie hinauf zum obersten Teil des Westsüdwestgrates. Nur etwas für Romantiker, die wirklich ursprüngliches Gebirge mögen und die Poesie der geologischen Strukturen genießen können."


-- Erstbegeher Richard Goedeke im Kletterführer Bayerische Alpen, Nordtirol (Rother Bergverlag, 2. Auflage 2009)

8.7.18

Scheffauer - Norwandliebe (14 SL, 5-)


Nach dem Reinfall der vergangenen Woche wollte ich heute gerne eine stressfreie Tour in gutem Fels machen. Dazu hatten Sebastian und ich uns die "Nordwandliebe" in der Nordwand des Scheffauer ausgesucht - direkt neben dem bereits letztes Jahr unter die Sohlen genommenen und für gut befundenen "Has-Hofer Trail". Die Route erfüllte die Erwartungen in vollem Maß, lediglich das Wetter spielte entgegen der Vorhersage nicht ganz mit, so dass wir in den letzten zwei Seillängen von starkem Regen eingeholt wurden.

30.6.18

Östliche Hochgrubachspitze - Rigelekante (Abbruch)


Nach dreiwöchiger Bergpause aufgrund von diversen Verpflichtungen ging es heute voller Vorfreude mit Andrea in den Kaiser, um im mir bis dato unbekannten östlichen Teil die Route "Wie a Klassiker" zu klettern. Nach der achten Seillänge gibt es dann die Wahlmöglichkeit zwischen weiteren acht Seillängen in der "Wie a Klassiker" oder der Rigelekante auf die östliche Hochgrubachspitze. Leider war heute allerdings von Anfang an der Wurm drin und es lief nicht wie geplant ...
 

10.6.18

Stimmungsvolle Gratwanderung vom Tuxeck zum Scheffauer

Sonneck, Kleinkaiserl, Treffauer und Tuxeck
Die Gipfel des westlichen Kaiser laßen sich auf wunderschönen Graten mit übersichtlichen Schwierigkeiten absolut lohnenswert erwandern. Die Überschreitung führt mich über den Südostgrat auf das Tuxeck und weiter zum nahen höchsten Punkt der Wanderung, dem Treffauer. Weglos über dessen Nordgrat runter in die Treffauer Lucke, wo sich der direkte Übergang zum Kleinkaiserl beeindruckend aufbaut, und ins obere Schneekar bevor es in der Kleinkaiserl Südwestflanke in tollem, einfachem Kraxlgelände wieder hoch geht zum Beginn des Sonneck Ostgrats. Hier erwartet mich in gespenstischer Stimmung am wolkenverhangenen Grat traumhafte, teils luftige Kraxlei. Ab dem Sonneck überschreitet man in wunderbarem Gehgelände gewürzt mit einzelnen Kraxlstellen Kopfkraxe und Hackenköpfe genußvoll bis zum letzten Gipfel des Tages, dem Scheffauer.

5.6.18

Guffert (2.196 m) Westgrat (T5, III)



Nach einem bergfreien langen Wochenende und eher mauer Vorhersage für die kommenden Tage und das folgende Wochenende, nutze ich heute vor der Arbeit spontan ein kleines Zeitfenster für die schöne Runde über den Westgrat auf den Guffert. Bei meinem ersten Versuch in 2015 zahlte ich hier auf der Suche nach dem Einstieg nach einer zu kurzen Nacht mit zuviel Bier Lehrgeld in Form einer verlorenen Sonnenbrille und einer guten Stunde Ganzkörperfitnessquälerei inklusive Peeling in den durch die sengende Sonne aufgeheizten Latschen. Seitdem bin ich die lohnenswerte Runde jedes Jahr gegangen, so dass es mittlerweile bei der Wegfindung keine Probleme mehr gibt. Langweilig wird mir dabei nicht, denn man kann die Krxlroute am Grat immer etwas variieren ...

28.5.18

Kreuzwandspitze "Luftige Kante" (6 SL, 5-)


Hoch über Mittenwald liegt zu Füßen der nördlichsten Karwendelkette das Dammkar zwischen beeindruckenden Felswänden eingebettet. Hier gibt es viele lohnenswerte Krxlmöglichkeiten in größtenteils - nicht dem Stereotyp vom brüchigen Gebirge entsprechendem - festem Karwendelfels. Grund genug also den relativ langen Zustieg über den landschaftlich schönen Ochsenbodensteig auf sich zu nehmen und dem Gebiet um die Dammkarhütte mal einen Besuch abzustatten.

21.5.18

Schneekarumrahmung auf den Südgraten von Hoher Warte und Vorderer Brandjochspitze


Hoch über Innsbruck am Fuß der Karwendel Nordkette liegt in geringer Entfernung vom touristischen Trubel der Seilbahn in wunderschöner, einsamer Landschaft das Schneekar eingebettet zwischen den Südgraten von Hoher Warte und Vorderer Brandjochspitze. Im Norden ziehen steile Rinnen vom Verbindungsgrat zwischen Hoher Warte und Hinterer Brandjochspitze hinunter ins Kar, welches sich auf diesen drei Graten lohnend umrahmen läßt.