07.05.18

Probstenwand Ostgrat und Hennenkopf


Über dem hinteren Längental thront in grauem Kontrast zu den saftig grünen, sanften Weidelandschaften der wunderschönen Hochfläche die Probstenwand mit ihrer imposanten Nordostwand. Schon aus der Ferne fesselt diese den Blick des Betrachters und rückt auch den die Wand auf der linken Seite begrenzenden, steilen Ostgrat mit seinen wild anmutenden Türmen und Zacken in die Aufmerksamkeit des Betrachters. Der Grat wurde 1925 von den Kameraden Allwein und v. Siemens erstbegangen. Aufgrund des teils brüchigen Geläufs in der Schwierigkeit eines klassischen Dreiers und die "nur für Schlanke" (H. Zebhauser (1974) "Kletterführer Bayerische Voralpen", 5. Aufl.) passierbare Querung durch einen Spalt im Grat direkt unter dem Gipfel scheinen mögliche Gründe für die an einer Hand zählbare Anzahl der jährlichen Begehungen und somit bis heute niedrige Bekannt- und Beliebtheit zu sein. Ein Blick ins Wandbuch bestätigt, dass sich hier vor allem ein kleiner Kreis von Einheimischen vergnügt - obwohl der Grat über weite Strecken wirklich schöne Krxlei in überragender Landschaft bietet!

01.05.18

Martinswand "Aprilscherz" (4 SL, 5+) und "Flotter Dreier" (5 SL, 5+)



Heute ging es mit Andrea nochmal ins wetterbegünstigte Inntal zur Martinswand, um ein Paar weitere Vorbaurouten zu klettern. Da das Wetter heute passte und die Skitourensaison langsam am ausklingen ist, war es voller als die letzten Male. Zum Glück waren wir auf keine Route festgelegt, denn es gab nur eine einzige Möglichkeit ohne Wartezeit einsteigen zu können ...  


22.04.18

Einsame Überschreitung des Pendling


Bei der Fahrt zur Martinswand vor einigen Wochen, hatten wir im Stau die Möglichkeit die schroffe Ost- und Südflanke des Pendling ausgiebig zu begutachten. Ob da wohl ein Weg hochführt? Die Sache wäre schnell vergessen gewesen, wenn es nicht vor wenigen Tagen eine Veröffentlichung zu genau einer solchen An- und Abstiegsroute auf den Kufsteiner Hausberg gegeben hätte. Die schönen Bilder und ausführliche Beschreibung hatten mich gespannt auf die Runde gemacht, die ich dank des Berichts in einem spontanen Zeitfenster stressfrei ohne große Vorbereitung nachlaufen konnte.

15.04.18

Unterer Spitzhüttenkopf "Plattenfieber" (3 SL, 6) und "Flugverbot" (3 SL, 7)


Auf Wunsch des für diesen Bereich zuständigen Berufsjägers habe ich diesen Post am 27.01.2021 entfernt.

Zur Begründung ein Auszug aus seiner Email:

" [...] bei dieser Route handelt es sich genau um den Einstandsbereich des Rotwildes der drunter liegenden Rotwildfütterung. Da diese Route durch ihre Lage meistens im Frühjahr und Herbst bestiegen wird und dort schon/noch Futterbetrieb herrscht wird das vorhandene Wild dadurch vertrieben. Dies wiederum behindert mich bei meiner Arbeit !! [...]"

08.04.18

Zundereck und Zunderkopf

Vom südlichen Ende Eschenlohes zieht ein zunächst sanfter Rücken, der sich später zu einem schönen Grat verengt, in südlicher Richtung zum Archtalkopf und dem Hochplateau des Estergebirges hinauf. Er begrenzt das Archtal und das Kistenkar westlich und fällt nach Westen steil zum Pfrühlmoos ab.  Heute erkundete ich einen Teil des Archtalgrats, was sich als eine landschaftlich wunderschöne und wirklich empfehlenswerte Unternehmung herausstellte.

04.04.18

Jochberg Nordostgrat


Heute nutzte ich das warme Wetter vor der nächsten Kaltfront für eine kleine "Vorderarbeittour" mal wieder über den NO-Grat auf den Jochberg. Aufgrund der geringen Höhe ist diese Tour schon gut möglich, nur die letzten ca. 150 hm durch den lichten Wald bis zur Gipfelwiese gestalten sich im durchfeuchteten, teils recht tiefen Schnee etwas anstrengender. Ansonsten traf ich heute gute Bedingungen und nur einen weiteren Wanderer am föhnumtosten Gipfel an.

30.03.18

Martinswand "Rucola" (7 SL, 5+/6-)


Nachdem es letzten Sonntag mit der "Rucola" nicht geklappt hatte, wollten Andrea und ich am Karfreitag einen neuen Versuch starten. Leider war wir nicht die Einzigen, die zu Beginn des Osterwochenendes von München Richtung Süden unterwegs waren. So kamen wir nach Stau später als geplant an der Martinswand an, zu unserem Vorteil jedoch genau als ein eigentlich nicht vorhergesagter Schauer ausklang. Der Regen hatte wohl alle anderen Anwärter abgeschreckt, denn nach dem kurzen Zustieg waren wir neben einigen Gämsen mutterseelenallein am Einstieg zur Rucola. Die Route sah von unten besonders in den unteren Längen recht naß aus und die tiefhängende Bewölkung im Inntal lud nicht wirklich zum Einstieg ein. Trotzdem wagten wir unser Glück und stiegen der schnell Oberhand gewinnenden Sonne entgegen. Belohnt wurden wir mit einer abwechslungsreichen, erstklassigen Plaisirkletterei in tollem Fels!  


25.03.18

Martinswand "Kaiser Max Spätlese" (7 SL, 6+)


Endlich! geht es wieder los. Schon am Samstag steigt bei frühlingshaften Temperaturen in München die Vorfreude darauf, nach einem halben Jahr bald wieder Fels in die Hände nehmen zu dürfen. Als Ziel haben Patrick und ich uns schnell auf die sonnenverwöhnte Martinswand bei Innsbruck geeinigt. Eigentlich wollten wir die "Rucola" klettern, doch genau in dieser Route war uns eine Seilschaft um ein paar Minuten zuvor gekommen. Da die Vorbaurouten an der Martinswand alle zwischendurch auch über schuttiges Schrofengelände führen, ist Steinschlag immer ein Thema. So machte es kein Sinn in die "Rucola" einzusteigen und wir nehmen uns die ca. 50 m rechts daneben liegende, etwas schwierigere "Kaiser Max Spätlese" vor.

24.11.17

Jochberg Nordwand Mittelgrat

Links der Mittelgrat
Auf dem Papier ist die Nordseite des Jochberg eine schöne Angelegenheit: kurze Anfahrt, sehr kurzer Zustieg, absolut abgeschiedene Routen auf einen überlaufenen Berg, Kraxln in überschaubarer Schwierigkeit, kein Schneegewühle wegen niedriger Höhe und eine einsame, landschaftlich herrliche Abstiegsalternative zum Normalweg. Anhand dieser Pluspunkte und meiner heuer wohl schon verblassten Erinnerung an diese gache Latschensteigerei im Hauptdolomitsuperbruch letztes Jahr ergab es sich, dass ich auf die im Nachhinein kaum nachvollziehbare Idee kam, das Schönwetterfenster vor dem Eintreffen der nächsten Kaltfront zu einer erneuten Begehung des Mittelgrats zu nutzen. Vielleicht gibt es dort ja doch eine Route mit weniger Latschenkontakt und festerem Fels? Ich habe sie jedenfalls nicht gefunden und werde auf weitere Erkundungsversuche mit Sicherheit erstmal verzichten ...

02.11.17

Arnspitzenüberschreitung


Nach dem Schneefall der vergangenen Tage bis runter in niedrigere Lagen war heute ein nicht allzu hohes Ziel gefragt. Ein bissl kraxln und alpines Ambiente sollten aber schon dabei sein. Der in der Leutasch zwischen Wetterstein und Karwendel freistehende Arnstock war somit schnell als Ziel auserkoren und wir wurden nicht enttäuscht. Die Überschreitung von Arnplattenspitze, Mittlerer und Großer Arnspitze wartet mit tollen Blicken zu den beeindruckenden Nachbarn und schönen Kraxlstrecken auf - und ist auch bei den derzeitigen Verhältnissen eine genußvolle Unternehmung, die wirklich Spaß macht.