08.04.18

Zundereck und Zunderkopf

Vom südlichen Ende Eschenlohes zieht ein zunächst sanfter Rücken, der sich später zu einem schönen Grat verengt, in südlicher Richtung zum Archtalkopf und dem Hochplateau des Estergebirges hinauf. Er begrenzt das Archtal und das Kistenkar westlich und fällt nach Westen steil zum Pfrühlmoos ab.  Heute erkundete ich einen Teil des Archtalgrats, was sich als eine landschaftlich wunderschöne und wirklich empfehlenswerte Unternehmung herausstellte.

Los gehts am P an den Sportanlagen in Eschenlohe der Beschilderung "Archtalschluchtweg" folgend. Zunächst ein kurzes Stück an der Urlaine entlang mit Blick zum Kreuzturm, ...


... dann steil auf deutlichem Pfad auf den sich ausbildenden Rücken hoch.

Aufstieg vom Flußtal (Archtal) auf den Rücken

Kreuzturm und Minecker Grat auf der gegenüberliegenden Seite
Am Ende eines Fahrwegs auf dem weiterführenden Steig mit entsprechendem Hinweis ...


... weiter recht steil ...




... bis zur Gabelung des Steigs. Geradeaus geht es weiter zur Hohen Kiste durch das Kistenkar, der Pfad rechts bleibt auf dem Archtalgrat.
 


Osterfeuerkopf
Minecker Grat
Der Steig führt nun flach wunderschön durch lichten Bergwald, der magisch von der über dem östlich gelegenen Kamm aufsteigenden Sonne beleuchtet wird.


Kurze Zeit später führt der Steig in die Westflanke, an der es einige kurze ausgesetzte Stellen (teils noch mit Schneefeldern) zu queren gilt.


Rückblick zu einer der ausgesetzten Stellen

Es öffnen sich tolle Blicke ins Wetterstein und die Ammergauer Alpen.


Unter dem Zundereck verlässt man den, die Westflanke des Estergebirge querenden Steig auf Pfad-/Wildspuren im rechten Winkel und steigt ...



... über vertrocknetes Gras ...
 


... zum Schluss recht steil ...


... zum kreuzgeschmückten Gipfel des Zunderecks auf, der dieses Jahr laut Gipfelbuch noch keinen Besuch erhalten hatte. Der Gipfel bietet tolle Ausblicke zur Hohen Kiste und dem Archtalkopf über dem Kistenkar, ...


... in die Ammergauer, ...


... zu den westlichen Gipfeln des Estergebirges, ...


... runter nach Eschenlohe und zu Staffel- und Starnberger See,


... sowie zum gegenüberliegenden Gratübergang von Zwölferköpfl zur Hohen Kiste.


Auch der weitere Weg am Grat über Zundernkopf und Archtalwand zum Archtalkopf lässt sich von hier schon gut einsehen.


Nach einer kurzen Pause mache ich mich auf zum nächsten Gipfel, dem Zunderkopf, der in ca. 5 Min. erreicht ist.


Leider verliert sich der ausgeschnittene Steig nach dem Zundernkopf (kein Gipfelkreuz oder -buch) bald in einer geschlossenen, nicht tragfähigen Schneedecke.


Ich beschließe noch mindestens weiter bis zum nächsten (namlosen?) bekreuzten Gipfelchen (ca. 1.550 m) am Grat weiterzugehen.

Das felsige Gipfelchen rechts ist mein nächstes Ziel nach dem Zundernkopf
Die Stapferei mit tiefem Einbrechen in die Hohlräume zwischen den Latschen gestaltet sich zunehmends anstrengend, zumal das Gelände an manchen Stellen direkt am Grat, die der nicht mehr zu erkennende Steig vermutlich in der Flanke umgeht, doch recht steil ist. Dennoch ist das Gipfelchen 1.550 m bald erreicht ...


... und ich genieße nochmals die umfänglichen Aussichten.


Im Kistenkar sehe ich einigen Tourengängern beim Aufstieg zu.





Da ich nachmittags auf einem Kindergeburtstag erwartet werde, beschließe ich mir den noch weiten Weg zum Archtalkopf für bessere Verhältnisse aufzusparen.


Fröhlich geht es bei bestem Wetter in der wunderschönen Landschaft ...



... auf dem Aufstiegsweg wieder runter zum Ausgangspunkt.

Rückblick zum Estergebirge mit dem Archtalgrat in der Bildmitte
Die einsame Wanderung über den Archtalgrat hat mir äußerst gut gefallen, ist sie landschaftlich doch sehr ansprechend. Leider liegt am Grat ab ca. 1.450 m noch eine geschlossene Schneedecke. Ich schätze, dass man aufgrund der doch noch beträchtlichen Schneemenge noch einige Zeit vergehen lassen muss, um eine stressfreie Begehung genießen zu können. Sobald es so weit ist, werde ich auf jeden Fall nochmal vorbeischauen ...

Gehzeit (ohne Pausen): 3,5 h
Strecke: 8 km mit 930 hm

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