02.11.17

Arnspitzenüberschreitung


Nach dem Schneefall der vergangenen Tage bis runter in niedrigere Lagen war heute ein nicht allzu hohes Ziel gefragt. Ein bissl kraxln und alpines Ambiente sollten aber schon dabei sein. Der in der Leutasch zwischen Wetterstein und Karwendel freistehende Arnstock war somit schnell als Ziel auserkoren und wir wurden nicht enttäuscht. Die Überschreitung von Arnplattenspitze, Mittlerer und Großer Arnspitze wartet mit tollen Blicken zu den beeindruckenden Nachbarn und schönen Kraxlstrecken auf - und ist auch bei den derzeitigen Verhältnissen eine genußvolle Unternehmung, die wirklich Spaß macht.

Los gehts mit Andrea am P am Fuß des Stocks in Ahrn.

Gehrenspitze vom P
Den Wegweisern und üppigen Markierungen folgend ...


... geht es gleich knackig durch den Wald ...


... mit ersten Blicken ins Wetterstein ...


... und zur Mieminger Kette ...

Hohe Munde
... hoch auf den westlichen Rücken des Stocks.

Arnkopf

Auf diesem Plateau geht es auf gut ausgeschnittenem Steig durch Latschen weiter zum ersten Ziel des Tages, der Arnplattenspitze.

Arnplattenspitze
Gehren-, Schüsselkar, Leutascher Dreitorspitzen und Öfeleköpfe

Karwendel
 Über den vorgelagerten Weißlehnkopf ...


... geht es an den Gipfelaufbau der Arnplattenspitze, ...


... der in einfacher Kraxlei gewonnen wird.



Blick über Seefeld in die Stubaier
 Am Gipfel genießen wir bei kaltem Wind und einer kleinen Stärkung nur kurz die Aussicht ...

Die Überschreitung zur Großen Arnspitze


Wettersteinkamm
Am Horizont war durch die Kesselberghöhe München zu erkennen
 ... und machen uns bald an den Abstieg über die namensgebenden Platten ...




... Richtung Weiter Scharte zwischen Arnplattenspitze und Mittlerer Arnspitze ...


... mit stets tollen Blicken in die Voralpen und das Estergebirge, ...


... sowie ins Karwendel.



Nordwand Arnplattenspitze
 Die Scharte ist nach dem Abstieg über die Platten durch einige Latschengassen ...




Mittlere und Große Arnspitze
Rückblick Abstieg Arnplattenspitze



... schnell und unkompliziert erreicht.


Über Schrofen ...

... und ein Band ...


... geht es an den Gipfelaufbau der Mittleren Arnspitze, der in leider viel zu kurzer Kraxlei erklommen wird.




Große Arnspitze
Bald machen wir uns an den Abstieg über ein Band auf die Südseite ...


... und dann durch eine Rinne runter ...


... in einen Geröllkessel östlich unter dem Gipfel.


Rückblick Abstieg in den Geröllkessel
 Im Kessel wird zu einem großen Steinmann abgestiegen und von dort durch Latschen ...


... zum "bösen Band" nach Norden gequert.


"Böses Band"
Querung zum "bösen Band"
Rückblick zum Abstieg von der Mittleren Arnspitze: von den Türmchen links des Gipfels wird in den darunterliegenden Geröllkessel abgestiegen und zurück zum bösen Band in Falllinie des Gipfels knapp überhalb der Latschen in der Engen Scharte gequert.
 Der weitere Weg zur Großen Arnspitze vollzieht sich sehr schön ...


... immer direkt am Grat entlang.


Höchster Punkt der Großen Arnspitze
Auch auf der großen Arnspitze ist es bei kaltem Wind nicht lange auszuhalten, ...



Kreuzgipfel Große Arnspitze


... so dass wir bald auf gut markiertem Weg absteigen.



Rückblick Große Arnspitze
In der Folge queren wir in der Südflanke des Stocks ...



Heute leider nicht ...
Arnplattenspitze und Mittlere Arnspitze aus der Südflanke



... zum Hohen Sattel, ...


... von wo es auf einer Forststraße direkt zum P zurück geht.

Die Arnspitzenüberschreitung ist eine absolut lohnenswerte Unternehmung, die dank der isolierten Lage des Gebirgstocks mit tollen Blicken in alle Richtungen aufwartet. Aufgrund der geringeren Höhe im Vergleich zu den Nachbarn und der überschaubaren Länge der Tour, ist die Überschreitung prädestiniert für die kürzeren Tage der Randmonate. In jedem Fall ist die Überschreitung eine ernsthafte alpine Unternehmung in teils weglosem Gelände, die nur bei Beherrschung der anzutreffenden Schwierigkeiten genoßen werden sollte.

Strecke: 11,8 km mit 1.460 Hm
Gehzeit (ohne Pause): 6,5 h 

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