18.05.17

Breitenstein Ostgrat und Fensterl

Breitenstein Ostgrat

"Der Breitenstein bei Fischbachau ist der nordwestlichste Gipfel der Wendelsteingruppe und zugleich Hausberg der Münchner. Der Berg lässt sich auf markierten Steigen unschwierig erreichen und erhält daher nicht nur an schönen Wochenenden häufig Besuch. Neben den bekannten Normalwegen über Kessel- und Bucher Alm, existiert mit dem Ostgrat ein weiterer, eher selten begangener Anstieg, der neben völliger Einsamkeit vor allem wunderschöne Ausblicke bietet. An der Westseite des Berges existiert mit dem sogenannten Breitensteiner Fensterl eine geologische Besonderheit. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Felsentor, das sich durch ausgesetzte Kletterei ersteigen und ideal in eine Rundtour einbauen lässt."

- Tourenspezl Nico

Los geht es am kostenlosen Wanderparkplatz ganz hinten in Birkenstein über das Forststraßengewirr, bzw. die entsprechenden Abkürzungspfade zur Bucher Alm.

Blick von der Bucher Alm ins Flachland

Die heutigen Tagesziele Bock- und Breitenstein schauen hervor.
Von der Bucher Alm geht es auf schönem Pfad rüber bis kurz vor die Steingrabner Alm. Auf der Almfläche wird am Waldrand in östlicher Richtung zum Fuß der Schwarzwand gequert.

Die Schwarzwand ist die vorgelagerte Nordwand des Breitenstein.


Nun am Fuß der Schwarzwand absteigend Richtung Osten queren.




In der Mitte der Wand steigt man durch einen Durchschlupf, ...


 ... bevor es am östlichen Ende im Steilwald zum Ansatz des Breitenstein Ostgrat hochzusteigen gilt.

Das östliche Ende der Schwarzwand naht, wir steigen durch den Wald steil zum Ansatz des Breitenstein Ostgrat nach oben.

Blick zum Farrenpoint

Hier geht es hoch.

Östliches Ende der Schwarzwand

Steiler Aufstieg im Wald.


Auf dem Kamm angekommen schaut der Rührkübel, der das Ende des Breitenstein Ostgrat bildet, zwischen den Bäumen durch.


Hier geht es weiter durch steile Schrofen empor ...


... bis wir den Ostgrat an seinem Ansatz gewinnen können.


Wendelstein und Trabanten

Die Aufstiegsrinne hoch zum Grat (3-)

Nach Norden bricht der Ostgrat steil ab.

Rührkübel und östliches Ende des Breitenstein Ostgrat

Rückblick zur Steingrabner Alm. Über die Almfläche gingen wir an den Fuß der Schwarwand (linke Bildhälfte) und querten dann von W nach O unter dem Breitenstein.
 Weiter geht es auf der Grathöhe in schönem  Gehgelände ...
Hinten rechts sieht man den Breitenstein Hauptgipfel.
 ... durchsetzt mit wenigen Kraxelstellen (bis 2).


Den latschigen Aufschwung am Ostgrat kann man nördlich auf steilen Wiesenflächen umgehen ...


... oder direkt in Angriff nehmen. Wenn man leicht in die Südflanke ausweicht , findet man breite Latschengassen vor, durch die man ohne weiteren Latschenkontakt auf das Ende des Südgrats, kurz bevor dieser in den Ostgrat einmündet, aufsteigen kann.


In der Folge geht es ohne Schwierigkeiten das letzte, kurze Stück über den Ostgrat bis zum Hauptgipfel.

  


Vom Hauptgipfel laufen wir noch schnell rüber zum Bockstein ...

Rückblick auf den Breitenstein Hauptgipfel vom Bockstein.
 ... bevor es durch den Wald runter zum Breitensteiner Fensterl, einem felsigen Torbogen mitten im Wald geht. Das Fensterl kann in sehr luftiger Klettterei (3-) erstiegen werden. Die ersten 3 - 4 Meter müßen frei geklettert werden, ab dort gibt es Stahlseile und künstliche Griffe.




Vom Fensterl steigen wir auf direktem Weg durch den Wald runter zum Parkplatz.


Die Wanderung auf den Breitenstein über den Ostgrat bietet einen aussichtsreichen Anstieg abseits der Massen auf einen meist gut besuchten Berg. Der Abstecher zum Fensterl gibt der Tour noch eine zusätzliche Würze. Mir hat die Tour sehr gut gefallen und ich kann sie dem routiniert-trittsicheren Wanderer, der sich in weglosem Gelände zurecht findet, nur empfehlen.

Strecke: 10,5 km mit 950 hm
Zeit (ohne Pause): 5 h

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