25.03.17

Plattenkrxln am Unteren Spitzhüttenkopf


Die südseitige Plattenflucht "Im Verbrennten" am Fuß des Unteren Spitzhüttenkopfs im Hinterautal ist von der Sonne verwöhnt und bietet sich somit schon sehr früh (oder auch spät) im Jahr zum Platten schleichen bei sommerlichen Temperaturen an. Man findet hier keine Risse, Verschneidungen oder Kamine, sondern "nur" Platten und zwar im 6. und 7. Grad UIAA (laut Topo). An vielen Stellen klettert man grifflos auf glatt geschliffenen Platten, ab und an finden sich Erosions- oder Wasserrillen oder etwas rauhere Struktur/Riffel. Die Absicherung ist gut, allerdings schon mit weiteren Hakenabständen und "Potential zur Eigeninitiative" (laut Erstbesteigern). Hat man und die Wadln sich erstmal an die Gegebenheiten gewöhnt, steht dem Kletterspaß über dem einmalig schönen Hinterautal mit der jungen Isar nichts mehr im Weg. 

Vom kostenlos P noch in D geht es mit den Radln durch Scharnitz ins Hinterautal. Zu unserer Freude (und wahrscheinlich zum Ärgernis der zahlreichen, Brettl-schleppenden Tourengeher) ist der Weg im Hinterautal über die Gleierschhöhe komplett schneefrei. So gehts am kühlen Morgen zügig vorbei am Gasthof Wiesenhof (jetzt mit Schranke zum Parkplatz, der nur noch zwischen 8 und 22 Uhr genützt werden darf), der Gleierschhöhe, dem Jagdhaus Hubertus, der ersten Wildfütterung und der Einmündung des Breitgrießkarbachs in die Isar. 

Ab der zweiten Wildfütterung ist der Fahrweg noch vereist und es liegt Schnee, ...


... was uns aber nicht stört, da man den Fahrweg sowieso 100 m später auf deutlichem Steig Richtung Fuß der Plattenflucht verlässt (Strecke bis zum Radldepot ca. 11,5 km). Ziel ist nun das Latschenband in der Mitte der Wand. Man folgt dazu dem Steig Richtung Fuß der Wand bis ein Jagdsteig kreuzt. Diesem folgt man kurz nach Osten (rechts) ...


... bis man ein Fixseil erreicht. In schöner Krxlei geht es nun rechtshaltend aufwärts ...


... mit Blick zum Reps ...


... und übers Tal zum Hohen Gleiersch ...


... zum Beginn der Routen. Wir starteten ganz rechts mit der "Plattenfieber" (6) ...


Der Jospeh gfreit si scho

Blick talauswärts zur Mieminger Kette
 ... und arbeiten uns dann zu den Routen links weiter unten vor.



Nach vollbrachter Arbeit geht es beim Fixseil ...


... wieder runter ins Tal ...


... mit einem letzten Rückblick zu den tollen Platten "im Verbrennten".


Ein Dank an dieser Stelle den Erstbegehern für die Erschließung!

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