21.07.15

Steintalhörndl über Steintalschneid


Die Steintalschneid ist ein Kamm, der vom Gipfel des Steintalhörnls in nordwestlicher Richtung in zunächst aufgefalteten Schichtplatten, später auch in grasigem Gehgelände gen Klausbachtal zieht. Die Schneid trennt das graue Steintal im Norden vom grünen Sittersbachtal im Süden und bietet einen garantiert einsamen und landschaftlich überragenden Anstieg auf das Steintalhörndl in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgadener Alpen. Hier kraxelt man gedankenversunken in ursprünglicher Landschaft abseits unserer Zivilisation in völliger Ruhe mit tollen Blicken zu Reiteralp, Hochkalter- und Hocheisstock und Watzmann, was diese Ecke zu einem meiner liebsten Ziele macht.

Los gehts am Hintersee am P Holzlagerplatz mit dem Radl ins morgendliche Klausbachtal hinein bis zum Steig ins Ofenbachtal, Radldepot am Begin des Steigs an der Brücke über den Bach. Ab hier weiter zu Fuß den Steig hoch bis zur Kreuzung mit dem Forstbegangsteig und auf diesem die Flanke des Massivs ohne Höhengewinn querend mit ersten Blicken rüber zur Reiteralp ...


... und im Süden zum Rücken hoch zum Vorderberghörnl vor den Leoganger Steinbergen weiter ...


... zum Sittersbach und dem Eingang des nach ihm benannten Tals.


Weiter geht es auf einem deutlichen Steig hoch ins Tal mit ersten Blicken zum das Tal südlich begrenzenden Hocheismassiv mit Hocheishörndl, Eislhörndl, Hinterberghorn (vrnl) ...


... und Vorderberghörndl, ...


... sowie zur Reiteralp im Rücken.


An geeigneter Stelle verlasse ich den Steig zu Beginn des Tals und steige über steiles Gras und Schrofen hoch auf die Schneid. 


Diese erreiche ich in den letzten Ausläufern des grasigen Abschnitts ... 


... im Übergang zum felsigen Bereich.


Gegenüber im Norden baut sich eindrucksvoll die parallelverlaufende Ofentalschneid vor dem Hochkalter auf, ...


... während im Süden das grüne Sittersbachtal die Grenze zwischen Hochkalter- und ...

Ausgang des Sittersbachtals zum Klausbachtal
... Hocheisstock markiert.

Hocheis- und Hinterberghorn auf der anderen Seite des Sittersbachtals
Nun geht es in toller Kraxlei (bis II) über die aufgeschichteten Platten und die dahinter folgenden kurzen Abbrüche immer im gleichen Muster an der Schneid entlang ...


Rückblick über die Schneid
... zum leider etwas wolkenverhangenen Gipfel des Steintalhörndls.



Wimbachschneid und Hochfeldscharte
Hocheis-, Hinterberghorn und Hocheishörnl
 Der Doppelgipfel des Ofentalhörnl und Hochkalter
Ofentalschneid
Reiteralp
Wimbachgrieß
Übergang zum Ofentalhörnl
Nach kurzer Gipfelrast steige ich wegen Donnergrummln in der Ferne zügig in südwestlicher Richtung über Geröll und Gras ...


Hinterbergkopf, Wimbachschneid und Hochfeldscharte (ganz rechts oben)
... die südlich liegenden Abbrüche zur Sitterbachscharte umgehend ...


... unproblematisch ...


... ins obere Sitterbachtal ab.



Rückblick zur Sitterbachscharte
Im Tal hält man sich orographisch rechts des Bachs ...


... und erreicht so später den mit Steinmänner markierten Beginn des Steigs.



Auf diesem geht es wunderschön runter über den Forstbegangsteig rüber und durch den von Windwurf gezeichneten Wald ...


... zurück zum Radldepot an der Klausbachbrücke.

Die Tour zum Steintalhörndl über die Steintalschneid hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie bietet neben dem Wandern auf markierten und unmarkierten Steigen auch Abschnitte im weglosen Geh- und Kraxlgelände (auf der Schneid bis II, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich!). Die landschaftlichen Eindrücke in dieser ursprünglichen Gegend sind wunderschön und laden zum Verweilen und Gedanken schweifen lassen ein, was ich in Zukunft hier mit Sicherheit immer wieder mal machen werde!

Gehstrecke: 12,5 km mit 1.760 hm
Zeit für Unternehmung (mit Pausen): 7,5 h

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen